Medien und Wissen

Gegenwärtige Prozesse der Wissensformation kommen ohne den Einsatz von Medientechnologie kaum aus – angefangen von höchst spezifischen Forschungsinstrumenten über gängige Informations- und KI-Technologien bis hin zu weit verbreiteten Medien der Wissenskommunikation. Der Lehrstuhl für »Medien und Wissen« befasst sich mit den vielfältigen Korrelationen von Medientechnologie, wissenschaftlicher Forschung und praktischem Wissen in gegenwartsbezogener und historischer Perspektive. Neben der technisch-materiellen Beschaffenheit interessieren die soziopolitischen, ökonomischen und ästhetischen Ermöglichungsbedingungen von Medien. Wie speichern Medien das Wissen der Kontexte ihres Entstehens und Funktionierens? Wie fordern sie ihre Nutzer*innen heraus, während letztere zuweilen unerwartete Praktiken des Mediengebrauchs und entsprechende Wissensformen generieren? Von besonderem Interesse ist die Erforschung künstlerischer Praktiken, die Medien schaffen, nutzen, reflektieren oder sabotieren und mediale Wissensformationen auf diese Weise mitbestimmen. Einzelmedien, Medienverbünde und groß angelegte medientechnologische Infrastrukturen verlangen darüber hinaus nach einer historisch fundierten und interdisziplinären Forschung. Der Lehrstuhl legt auf diese am Schnittpunkt von Medien-, Wissenschafts-, Kunst-, Kultur- und Sozialgeschichte angelegte Forschung besonderen Wert. Angehörige des Lehrstuhls verfolgen die Genealogien ausgewählter Medien- und Wissensformationen historisch weit zurück – vom 21. Jahrhundert bis in die Frühe Neuzeit – und befassen sich mit den jeweils spezifischen, zeitlich und geographisch situierten Epistemen des Medialen.


Professorin

Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Dr. Stefanie Mathilde Frank

Dr. Florian Leitner

Dr. Hannah Wiemer

Studentische Hilfskräfte

Walter Schilling (aktuelle Lehre)
Gregor Krüger-Pammin
Sabine Mittermeier
Malte Schulze (aktuelles Tutorium zur Technik im Medientheater)