Ihre Medienwissenschaft

Die Veranstaltungen sind auf dieser Seite nach den Modulen der Bachelor- und Master­studienordnungen von 2019 geordnet. Auch die Verlinkungen zu den Moodle-Kursen können Sie bei der jeweiligen Veranstaltung finden – sofern vorhanden.

 

Bachelor Studiengang

Modul I - Einführung in die Medienwissenschaft (10 LP)

Grundlagen der Medienwissenschaft für BA-Studierende

Veranstaltungsnummer: 53534 / Leistungspunkte: 0 / Lehrende/r: Alessandro D'Arcangeli
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Tutorium / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Tutorium dient als Ort, an dem sich Studierende des Bachelors Medienwissenschaft über grundlegende Fragen des Studiums austauschen können, die in den Lehrveranstaltungen typischerweise zu kurz kommen: Wie bereite ich Referate vor? Wie finde ich ein gutes Thema für eine Hausarbeit? Wie recherchiere, lese und exzerpiere ich wissenschafliche Texte? Wie baue ich eine Hausarbeit auf? Zudem soll die Möglichkeit zur Diskussion und Reflexion einschlägiger Theorien und Texte gegeben werden. Rege Beteiligung, die Vorbereitung auf die Sitzungen sowie das Einbringen eigener Ideen sind ausdrücklich erwünscht.
 
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Elektronik für Medienwissenschaften (Einführung Medientheorie)

Veranstaltungsnummer: 53528 / Leistungspunkte: 3 / Lehrende/r: Ingolf Haedicke
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Seminar bietet Studierenden der Medienwissenschaft die Möglichkeit, die Grundlagen der Medien kennenzulernen und zu begreifen. In diesem Zusammenhang entsteht nebenbei ein Überblick zu verschiedenen medienwissenschaftlichen Bereichen, der ein grundlegendes technisches Verständnis schafft, das für das weitere Studium nützlich sein wird. Hierzu wird von den Teilnehmer_innen keinerlei Fachwissen vorausgesetzt. Auf der Agenda stehen: Akustische Schwingungen, elektrischer Wandler, deren Speicherung, mechanisch, magnetisch und optisch Funktionsweise von Musikinstrumenten und deren Synthetisierung Messtechniken Magnetismus, Elektromagnetismus (Oersted, Faraday) Chemische und elektrodynamische Spannungsquellen Bausteine der Elektronik (Spule, Kondensator, Röhre, Transistor Entwicklung der drahtlosen Nachrichtenübermittlung Prinzipien der elektronischen Bildaufnahme und Verarbeitung (der photoelektrische Effekt, Bildsensoren etc.) Stationen der Ton- und Bildübertragung (Rundfunk, Fernsehen)
 
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Modul II - Medientheorien (10 LP)

Computerarchäologie – Möglichkeiten einer operative Geschichte des Computing

Veranstaltungsnummer: 53516
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Vorlesung / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Betrachtet man Computer nicht bloß als Hardware-Objekte oder als fachspezifische Diskursmedien der Wirtschafts-, Ingenieurs- oder Technikgeschichte, sondern als operative Systeme zum Verarbeiten, Speichern und Übertragen von Informationen, so sperrt sich diese Technologie auf eigentümliche Weise ihrer Historisierung. Ein Computer, der erst als eingeschaltetes Gerät „komputiert“, tut dies im Hier und Jetzt und auf Basis von Zeitenregimes, die menschlichen Zeitmaßstäben und damit eben auch Versuchen der Historisierung radikal zuwiderlaufen. Wie aber ließe sich Computergeschichte unter einer solche Perspektive fassen? Die Vorlesung wird nach einem einführenden Überblick über die bisher geleistete Computergeschichtsschreibung und ihre kritische Reflexion die historischen Epochen des Computings (verstanden als das Tun der Computer) am operativen Objekt vorführen und dabei jene Anachronismen, Atavismen und Residuen als Historeme herausstellen, die sich mit diskursiven Mitteln nur schwer erfassen lassen. Anstelle dessen wird über den Verlauf der Vorlesung ein Konzept für eine archäologisch-archäographische Darstellung von Computern und ihren Prozessen entwickelt, die als Konzept für eine operative Musealisierung von Hardware, Software, Programmiersprachen und Daten einsetzbar wäre. Bemerkung Teilnahmebedingung: Übernahme eines Referats (einzeln oder in Gruppen) Leistungsbedingung: Verfassen einer medienarchäologischen Computerspiel-Analyse (Essay)
 
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MEDIENARCHÄOLOGISCHES “ZEUG”. Übungen im close reading technischer Objekte (theoretische Texte, symbolische Schaltpläne, materielle Artefakte)

Veranstaltungsnummer: 53507
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Es gibt Experimentalanordnungen im Labor, welche Wissensgegenstände als 'epistemische Dinge' (Rheinberger) erzeugen, und es gibt konkrete apparative Konfigurationen, die den Menschen als Werkzeug zu- und vorhanden sind (Heidegger). Die Besonderheit technologischen Zeugs ist die Verschränkung beider Dimensionen. Anhand konkreter technischer Artefakte im Medienarchäologischen Fundus der Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin widmet sich das Seminar exemplarischen Verdinglichungen technischen Wissens und der Kunst ihrer erkenntnisorientierten archäographischen Beschreibung. Medienarchäologie sucht technische Systeme konkret nachzuvollziehen - von der Materialität der (Elektro-)Technik ebenso bis zur Logik des Programmierens. Der denkende und handelnde Nachvollzug verlangt nach einer operativen Hermeneutik, die immer auch den zeitliche reenactment, also das In-Funktion-Setzen scheinbarer dead media meint. Die Lektüren und Referate des Seminars sind daher streng am vorliegenden Objekt orientiert, also 'geerdet' im ingenieurs- wie wissenstechnischen Sinn. Literatur Hans-Jörg Rheinberger, Experimentalsysteme und epistemische Dinge, Göttingen (Wallstein) 2001; Gilbert Simondon, Die Existenzweise technischer Objekte [FO Paris 1958], Zürich (Diaphanes) 2012; Jean Pütz (Hg.), Einführung in die Elektronik, Frankfurt / M. (Fischer) 1974; Walter Seitter, Physik der Medien. Materialien, Apparate, Präsentierungen, Weimar (Verl. und Datenbank für Geisteswiss.) 2002; A. Willers, Mathematische Maschinen und Instrumente, Berlin (Akademie) 1951; Bernhard J. Dotzler / Ludwig Hitzenberg (Hg.), Schreiben & Rechnen. Eine Technikgeschichte der Informationskultur, Regensburg (Universitätsverlag) 2009; Michael Heidelberger / Friedrich Steinle (Hg.), Experimental Essays. Versuche zum Experiment, Baden-Baden (Nomos) 1998 Bemerkung Leistungsnachweis: Neben der aufmerksamen Textlektüre und dem regelmäßigen Seminarbesuch dient die Übernahme eines Referats der Teilnahmebescheinigung: eine kurze Einführung in den wöchentlich zu lesenden (und dann vom Seminar gemeinsam besprochenen) Text, wie er unter Moodle abgelegt ist. Die konkrete Gestaltung und Gewichtung dieses "reading response" steht den Referent*innen frei. Darüber hinaus kann in Anlehnung an das Seminar die Modulabschlussprüfung (MAP) in Form einer schriftlichen Hausarbeit erfolgen, als thematische Vertiefung einer der diskutierten Texte, oder zu den Seminarplan vorgeschlagenen Hausarbeitsthemen. Prüfung MAP: Hausarbeit
 
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Modul III - Medienarchäologie vs. Medienhistografie (10 LP)

Medien(Um)Welten: Theorien und Fallstudien

Veranstaltungsnummer: 53510
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Medien schalten sich zwischen den Menschen und seine (Um)Welt. Sie dienen der Inventarisierung, Kartographierung, Ordnung, Gestaltung und Modellierung von Erde und Klima. Gleichermaßen zeichnen Medien sich mitverantwortlich für den Klimawandel, ermöglichen den Schutz des Planeten und stiften ökologische Diskurse. Diese Zusammenhänge wurden in jüngerer Zeit durch neue Medientheorien sowie historische und gegenwartsbezogene Fallstudien vielfach adressiert. Das Seminar gibt einen Überblick über die einschlägige Forschungsliteratur und ermutigt Bachelorstudierende zur eigenen Forschung. Prüfung MAP: Hausarbeit
 
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LOGBUCH MEDIENWISSEN. Phänomenologische Momente, technische Fundstücke, epistemologische Erkenntnisfunken, medientheatralische (Ur-)Szenen

Veranstaltungsnummer: 53505
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Vorlesung / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Marshall McLuhan verfasste dereinst ein Media log - sporadische Eintragungen mit gedankenblitzartigen Beobachtungen zur Medienlage. Die Notizen und Eingebungen seines akademischen Lehrers Harold Innis wurden als idea files kundgetan. Die in der Vorlesung thematisierten Miniaturen entspringen einem sporadischen Tagebuch techno-epistemologischer Impressionen. Diese Medienwochenschau (kein "Blog") versteht sich als Form einer "radikalen" (√) wissens- und technikarchäologischen Erkundung von Medien. Davon ausgehend sucht die Vorlesung Erkenntnisfunken zu schlagen, die exemplarisch für Denkweisen der techniknahen Medienwissenschaft "Berliner Schule" stehen. Literatur Marshall McLuhan, "Media Log", in: ders., Counterblast, University of Toronto 1954 (Reprint Gingko Press 2011), Teil 2; The Idea File of Harold Adam Innis, hg. v. William Christian, Toronto / Buffalo / London (University of Toronto) 1980; Webseite des Lehrstuhls für Medientheorien: https://www.musikundmedien.hu-berlin.de/de/medienwissenschaft/medientheorien/Schriften-zur-medienarchaeologie/Konvolute/PDF/medarch-log.pdf Bemerkung Leistungsnachweis: Erwartet wird zum Ende der Vorlesungszeit ein kurzes "Testat" von ca. 2-3 Seiten, mit der die HörerInnen ihre Teilnahme an der Vorlesung belegen (frei in der Form und kreativ zu gestalten: etwa als Zusammenfassung, kritischer Kommentar, oder ergänzende Gedanken). Die Auftaktvorlesung am Mittwoch den 20. April 2022 entfällt. Wolfgang Ernst lädt stattdessen zur Teilnahme am "Lunchtalk Lehre" ein, 13-13.55, wo er im Hybridmodus (online ebenso wie "live" aus dem Medientheater in der Georgenstr. 47) zum Thema "Die Geistervorlesung - läuft die Universität Gefahr, ihr Wesen zu verlieren? Medienarchäologische Reflexionen auf vier Semester Online-Lehre an einer Präsenz-Universität" vorträgt. Studierende in Realpräsenz sind höchst willkommen; alternativ: Zugang zum Zoom Meeting über den Moodle-Kurs 'Preis für gute Lehre und Tag der Lehre', https://moodle.hu-berlin.de/enrol/index.php?id=105765 (Selbsteinschreibung) >
 
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MEDIENARCHÄOLOGISCHES “ZEUG”. Übungen im close reading technischer Objekte (theoretische Texte, symbolische Schaltpläne, materielle Artefakte)

Veranstaltungsnummer: 53507
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Es gibt Experimentalanordnungen im Labor, welche Wissensgegenstände als 'epistemische Dinge' (Rheinberger) erzeugen, und es gibt konkrete apparative Konfigurationen, die den Menschen als Werkzeug zu- und vorhanden sind (Heidegger). Die Besonderheit technologischen Zeugs ist die Verschränkung beider Dimensionen. Anhand konkreter technischer Artefakte im Medienarchäologischen Fundus der Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin widmet sich das Seminar exemplarischen Verdinglichungen technischen Wissens und der Kunst ihrer erkenntnisorientierten archäographischen Beschreibung. Medienarchäologie sucht technische Systeme konkret nachzuvollziehen - von der Materialität der (Elektro-)Technik ebenso bis zur Logik des Programmierens. Der denkende und handelnde Nachvollzug verlangt nach einer operativen Hermeneutik, die immer auch den zeitliche reenactment, also das In-Funktion-Setzen scheinbarer dead media meint. Die Lektüren und Referate des Seminars sind daher streng am vorliegenden Objekt orientiert, also 'geerdet' im ingenieurs- wie wissenstechnischen Sinn. Literatur Hans-Jörg Rheinberger, Experimentalsysteme und epistemische Dinge, Göttingen (Wallstein) 2001; Gilbert Simondon, Die Existenzweise technischer Objekte [FO Paris 1958], Zürich (Diaphanes) 2012; Jean Pütz (Hg.), Einführung in die Elektronik, Frankfurt / M. (Fischer) 1974; Walter Seitter, Physik der Medien. Materialien, Apparate, Präsentierungen, Weimar (Verl. und Datenbank für Geisteswiss.) 2002; A. Willers, Mathematische Maschinen und Instrumente, Berlin (Akademie) 1951; Bernhard J. Dotzler / Ludwig Hitzenberg (Hg.), Schreiben & Rechnen. Eine Technikgeschichte der Informationskultur, Regensburg (Universitätsverlag) 2009; Michael Heidelberger / Friedrich Steinle (Hg.), Experimental Essays. Versuche zum Experiment, Baden-Baden (Nomos) 1998 Bemerkung Leistungsnachweis: Neben der aufmerksamen Textlektüre und dem regelmäßigen Seminarbesuch dient die Übernahme eines Referats der Teilnahmebescheinigung: eine kurze Einführung in den wöchentlich zu lesenden (und dann vom Seminar gemeinsam besprochenen) Text, wie er unter Moodle abgelegt ist. Die konkrete Gestaltung und Gewichtung dieses "reading response" steht den Referent*innen frei. Darüber hinaus kann in Anlehnung an das Seminar die Modulabschlussprüfung (MAP) in Form einer schriftlichen Hausarbeit erfolgen, als thematische Vertiefung einer der diskutierten Texte, oder zu den Seminarplan vorgeschlagenen Hausarbeitsthemen. Prüfung MAP: Hausarbeit
 
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Modul IV - Mediendramaturgie und Medienästhetik (10 LP)

Post- und dekoloniale Ansätze in den Medienwissenschaften, eine Einführung

Veranstaltungsnummer: 53536
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Cornelia Lund
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Die Diskussion um post- und dekoloniale Theorien und Ansätze hat in den letzten Jahren in vielen akademischen Disziplinen deutlich an Raum gewonnen. Damit geht nicht zuletzt auch eine Auseinandersetzung mit der Verfasstheit akademischer Disziplinen und Institutionen überhaupt einher. Das Seminar möchte einen Überblick geben über den aktuellen Stand der Diskussion im Feld der Medienwissenschaften. Aufbauend auf einer kritischen Beschäftigung mit grundlegenden post- und dekolonialen Theorien, möchte das Seminar zum einen Theorien erarbeiten und diskutieren, die sich mit den Medienwissenschaften allgemein aus post- und dekolonialer Perspektive auseinandersetzen. Zum anderen sollen post- und dekoloniale Ansätze mit engerem disziplinärem Fokus, etwa auf die Bereiche Film, Musik oder Kunst, in den Blick genommen werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk gelegt auf die Untersuchung von Theoriebildung, die nicht überwiegend in westlich-akademisch geprägter Sprach- und Schriftform stattfindet, sondern sich in anderen Formaten und Formen, beispielsweise performativer Art, äußert. Es ist angedacht, auch zum Thema passende Veranstaltungen zu besuchen, sofern die Situation dies erlaubt. Literatur Literaturempfehlung zur Vorbereitung: Bergermann, Ulrike. Postkoloniale Medienwissenschaft. Mobilität und Alterität von Ab/Bildung, in: Julia Reuter, Alexandra Karentzos (Hg.). Schlüsselwerke der Postcolonial Studies. Springer VS, Wiesbaden 2012. S. 267-281. https://www.ulrikebergermann.de/media/BergermannPostkolMedienwissenschaft2012.pdf „In Focus: Decolonizing Media Studies“, in: Cinema Journal 57:4, 2018. https://cdn.ymaws.com/www.cmstudies.org/resource/resmgr/in_focus_archive/InFocus_57-4.pdf Moyo, Last. The Decolonial Turn in Media Studies in Africa and the Global South. Cham: Palgrave Macmillan, 2020. Prüfung MAP: Hausarbeit
 
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Lesen

Veranstaltungsnummer: 53511
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Hannah Wiemer
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Computer sind lesende und schreibende Maschinen. Damit haben sie seit Beginn ihrer Existenz gängige Konzepte des Lesens und Schreibens, der Autor*innenschaft und des Verstehens, von Information, Code und Wissen durcheinandergebracht und transformiert. Ausgehend vom Lesen als Kulturtechnik widmet sich das Seminar diesen Konzepten und untersucht, wie sie zusammenhängen und wie sie durch unterschiedliche Medien geprägt oder infrage gestellt wurden. Dabei verfolgen wir die konzeptuellen Verwerfungen, die automatisierte Formen des Lesens mit sich gebracht haben. Ist alles Lesen das Entziffern von Codes und wie werden die Codes der Informationstechnologien gelesen? Wann und für wen sind auch Lippen oder Bilder lesbar? Wir beschäftigen uns mit Theorien des Lesens aus der Medienwissenschaft, der Linguistik, den Critical Code Studies und der Philosophie. Prüfung MAP: Hausarbeit
 
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Modul V - Digitale Medien (10 LP)

Enzyklopädien der Neuzeit. Von Diderot bis Wikipedia

Veranstaltungsnummer: 53521
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Anja Sattelmacher
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Seminar erkundet die verschiedenen Arten von Wissensspeicherung sowohl im analogen als auch im digitalen Zeitalter und untersucht die Verbindungen zwischen analogen und digitalen Praktiken der Enzyklopädien. Die im Seminar erworbenen Kompetenzen sollen einerseits die Geschichte der Enzyklopädie beleuchten und andererseits den Blick für die Unterscheidung glaubwürdiger und unglaubwürdiger Quellen im Netz schärfen. Prüfung MAP: aktive Teilnahme im Verlauf der Sitzungen sowie Hausarbeit
 
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Kritik der digitalen Transformation

Veranstaltungsnummer: 53515
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Vorlesung / Veranstaltungsart: Hybridveranstaltung (Präsenz und Digital)
 
Die digitale Transformation oder im Jargon deutscher Politiker:innen auch schlicht „Digitalisierung“ genannt, ist aus der Vorstellung unserer Zukunft nicht mehr wegzudenken. Die Vorlesung nimmt nicht nur das damit einhergehende Fortschrittsdenken auseinander, versucht die medienhistorischen und -archäologischen Kontexte der Entwicklungen, die mit der digitalen Transformation konnotiert sind, zu adressieren, sondern bietet auch Zugänge zu alternativen Formen und Weisen einer nachhaltigen, digitalen Transformation mit Zukunft. Ohne eine ökologische, digitale Transformation in den nächsten ZEHN Jahren werden wir nicht mehr in derselben Gesellschaft leben wie zur Zeit der Jahrhundertwende. Nicht nur macht uns die Klimaerwärmung, sondern auch die zunehmende Spaltung der Gesellschaft durch die Profitorientierung und das Konkurrenzdenken zu schaffen. Medienwissenschaft als Wissenschaft der Medien, das heißt jener Instanzen, die Informationen, Wissen, Werte, Kulturen und Gesellschaften speichern, übertragen und komputieren, muss für diese wichtige Aufgabe gerüstet sein. Die Vorlesung dient auch der Vermittlung von Grundlagen der Medienwissenschaft, der kritischen Medientheorie der Digitalität und genereller Einführung in den Themenkomplex von Medien und Transformation. Prüfung Hausarbeit
 
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Modul VI - Projektmodul (10 LP)

Medientechnisches Praktikum

Veranstaltungsnummer: 53537
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Ingolf Haedicke
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Fernab des regulären Arbeitsalltags eines Studierenden der Musik – und Medienwissenschaft, bietet diese Projektarbeit die Möglichkeit, praktisch an medientechnischen Geräten oder elektronischen Musikinstrumenten zu forschen. Unter Anleitung werden Teilnehmer selbst zu Lötkolben und Schraubendreher greifen, um beispielsweise Morse-Apparate, elektronische Musikinstrumente (Theremin, Onde Martenot, Trautonium), Plattenspieler, Lautsprecher, drahtgebundene oder drahtlose Sende- und Empfangsgeräte, Tonabnehmer (pick ups), oder Fotoapparate zu bauen. Dabei ist dieses Praktikum eine einzigartige Möglichkeit, neue Sichtweisen und Fragestellungen zu medientheoretischen Studien, wie sie vor allem im Zusammenhang mit dem medienarchäologischen Fundus betrieben werden, zu entwickeln. Schwerpunkte sind: Schwingkreis (Funk), Resonatoren, Fotografie. Ebenso bietet dieses Praktikum die Möglichkeit, Demonstrationsmodelle für Referate zu speziellen Seminaren der Musik- und Medienwissenschaft anzufertigen. So nebenbei werden die notwendigen Grundlagen der Akustik und Elektronik vermittelt, bei Bedarf auch über die vorgegebene Praktikumszeit hinaus.
 Die Erfahrung lehrt, daß das erworbene Schulwissen nach einigen Jahren nur bruchstückhaft vorhanden und abrufbar ist. Erst wenn ein medientechnisches Gerät selbst angefertigt worden ist, wird die Funktionsweise desselben so schnell nicht vergessen und überhaupt erst verstanden. Gerade in der heutigen Zeit, wo bereits das bloße Bedienen können komplizierter Geräte und apps als „intellektuelle Leistung“ verstanden wird, sind ein paar Grundlagenkenntnisse wichtiger denn je. Elektrotechnische Vorkenntnisse sind nicht von Nöten. Eine Teilnahme kann sowohl regelmäßig, als auch sporadisch projektgebunden erfolgen und ist je nach Zeit der Studierenden auch an anderen Tagen und Stunden möglich. Der Teilnahmewunsch wird schriftlich per E-Mail an gestellt. Dann erhalten Sie weitere Informationen u.a. zum Ort.
 
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Konzept Medientheater

Veranstaltungsnummer: 53530
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Medientheater am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft ist ein Labor für medienkünstlerische Performances, die u.a. von Studierenden in Projektseminaren entwickelt werden. Welche Möglichkeiten gibt es, in einem Theater Medien zum Thema zu machen? Ausgehend von dieser Frage entwickeln die Teilnehmer_innen eigene medienkünstlerische Formate und Projekte, die im Medientheater präsentiert werden. Bemerkung NB: Die Teilnehmer_innen müssen ausreichend Zeit für die eigenständige Projektarbeit — ca. einen Arbeitstag pro Woche — einplanen! Es wird ihnen daher empfohlen, auch das begleitende Tutorium "Technik im Medientheater" (Malte Schulze, Di 14-16h, direkt vor diesem Projektseminar, Ü53525 ) zu besuchen. Das Tutorium bietet ein Forum, um sich für die vertiefte Arbeit an den Projekten zu vernetzen, sowie technische Hilfestellung bei der Realisierung der Projekte.
 
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Assemblerprogrammierung für Medienwissenschaftler:innen

Veranstaltungsnummer: 53527
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Die Kenntnis von Assembler ist für ein grundlegendes Verständnis des Digitalcomputers als Medium unerlässlich. Allein mittels maschinennaher Programmierung lassen sich seine Hardwarefunktionen und Leistungsmerkmale – ungefiltert durch Betriebssystembarrieren und Konzepte höherer Programmiersprachen – direkt „adressieren“. Insbesondere zeitkritische Anwendungen im sogenannten Multimedia-Bereich werden erst auf dieser Ebene realisierbar. An einer einfachen 8-Bit-Architektur (MOS 6502) sollen daher die Grundlagen der Assembler-Programmierung vor dem Hintergrund medienwissenschaftlicher Fragestellungen schrittweise erlernt werden. Gemeinsam wird dabei im Verlauf des Semester ein Computerspiel („Tetris“) entwickelt. Die hierfür erworbenen Kenntnisse (Grafikprogrammierung, Ein-/Ausgabe-Kontrolle, Algorithmenentwurf für Spielphysik) können dann in eigenen Programmierprojekten eingesetzt werden. Bemerkung Kenntnisse in Computerprogrammierung sind nicht erforderlich, sondern werden während der Konsultationsstunden vermittelt. Die notwendige Literatur sowie Computer werden vom Institut bereitgestellt. Prüfung Für einen Projektschein muss ein selbst geschriebenes Assemblerprogramm erstellt und in einem Projektbericht (BA: 10-15 Seiten, MA: max. 10 Seiten) medienwissenschaftlich reflektiert werden.
 
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gnuHU/ FLOSS-Werkstatt

Veranstaltungsnummer: 53520
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
In diesem Projektseminar lernen Studierende, wie sie mit Hilfe von freier Open Source Software selbstbestimmt mit Informations- und Medientechnologien umgehen und dies auch anderen vermitteln können. Dabei sollen nicht nur praktisches Wissen im Themenfeld Free/Libre Open Sources Software (FLOSS) erlangt werden, sondern dieses wird auch mit medienwissenschaftlich kompatiblen Wissensformen erweitert. Die konkrete Projektarbeit wird nach Absprache mit Prof. Dr. Shintaro Miyazaki selbstständig in Rahmen des Projektseminars erarbeitet, von ihm begleitet und spielt sich im Bereich der Medienproduktion (Onlinetext, Bild, Diagramme, Audio, Video) mit FLOSS-Software ab. Eine Offenheit für die kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Demokratie und Medien ist willkommen, aber keine Vorraussetzung. Die Projektresulate werden in Rahmen der Initiative #gnuHU unter CreativeCommons-Lizenz (BY-ShareAlike) veröffentlicht.
 
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Medientechnisches Praktikum

Veranstaltungsnummer: 53537
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Ingolf Haedicke
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Fernab des regulären Arbeitsalltags eines Studierenden der Musik – und Medienwissenschaft, bietet diese Projektarbeit die Möglichkeit, praktisch an medientechnischen Geräten oder elektronischen Musikinstrumenten zu forschen. Unter Anleitung werden Teilnehmer selbst zu Lötkolben und Schraubendreher greifen, um beispielsweise Morse-Apparate, elektronische Musikinstrumente (Theremin, Onde Martenot, Trautonium), Plattenspieler, Lautsprecher, drahtgebundene oder drahtlose Sende- und Empfangsgeräte, Tonabnehmer (pick ups), oder Fotoapparate zu bauen. Dabei ist dieses Praktikum eine einzigartige Möglichkeit, neue Sichtweisen und Fragestellungen zu medientheoretischen Studien, wie sie vor allem im Zusammenhang mit dem medienarchäologischen Fundus betrieben werden, zu entwickeln. Schwerpunkte sind: Schwingkreis (Funk), Resonatoren, Fotografie 
Ebenso bietet dieses Praktikum die Möglichkeit, Demonstrationsmodelle für Referate zu speziellen Seminaren der Musik- und Medienwissenschaft anzufertigen. So nebenbei werden die notwendigen Grundlagen der Akustik und Elektronik vermittelt, bei Bedarf auch über die vorgegebene Praktikumszeit hinaus.
Die Erfahrung lehrt, daß das erworbene Schulwissen nach einigen Jahren nur bruchstückhaft vorhanden und abrufbar ist. Erst wenn ein medientechnisches Gerät selbst angefertigt worden ist, wird die Funktionsweise desselben so schnell nicht vergessen und überhaupt erst verstanden. Gerade in der heutigen Zeit, wo bereits das bloße Bedienen können komplizierter Geräte und apps als „intellektuelle Leistung“ verstanden wird, sind ein paar Grundlagenkenntnisse wichtiger denn je. Elektrotechnische Vorkenntnisse sind nicht von Nöten. Eine Teilnahme kann sowohl regelmäßig, als auch sporadisch projektgebunden erfolgen und ist je nach Zeit der Studierenden auch an anderen Tagen und Stunden möglich. Der Teilnahmewunsch wird schriftlich per E-Mail an gestellt. dann erhalten Sie weitere Informationen u.a. zum Ort.
 
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Modul VII - Wissen über Medien (ÜWP Modul) (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul VIII - Medien des Wissens (ÜWP Modul) (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul IX - Medienwissenschaft in der Praxis (ÜWP Modul) (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul X - Campus Radio - Programm und Produktion (ÜWP Modul) (5 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

 

Master Studiengang

Modul I - Medientheorien (10 LP)

Eine Mediengeschichte und -theorie der Digital Humanities

Veranstaltungsnummer: 53526
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Der Einsatz digitaler Methoden, Verfahren und Werkzeuge in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften erfährt seit den 1980er Jahre stetigen Zuspruch und führt nicht nur völlig neuartige Forschungsfragen in „klassische“ Disziplinen ein, sondern scheint auch dazu geeignet zu sein, die „zwei Kulturen“ der Geistes- und MINT-Wissenschaften miteinander in den Dialog zu bringen und die Strukturen der klassischen Universität zu transzendieren. Die Emergenz der „Digital Humanities“ bildet allerdings einen forschungspraktischen und -politischen Sublimationspunkt, der bei aller Aufbruchseuphorie sowohl die technologischen und medienhistorischen Grundlagen und Vorgänge(r) aus dem Blick rücken lässt. Wir wollen uns im Seminar zunächst um eine Definition von „Digital Humanities“ bemühen, die aus der theoretischen Debatte kondensiert wird. Sodann rufen wir unterschiedliche historische Diskurse auf, die sowohl von technischer als auch epistemologischer Seite als Vorläufer betrachtet werden können. Schließlich versuchen wir eine medienwissenschaftliche Kritik zu erörtern, die von der Epistemologie des Werkzeugs ausgehend, die Frage stellt, inwieweit sich „das Digitale“ in die Hypothesenbildung, Forschungspraxis und Wissensproliferation einschreibt. Hierzu werden ausgewählte konkrete Beispiele von DH-Projekten herangezogen.
 
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Algorithmisierte Geisteswissenschaft: “Digital Humanities” und Machine Learning

Veranstaltungsnummer: 53506
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Unter dem Schlagwort der 'Digital Humanities' hat Big Data endgültig Einzug in die Geistes- und Kulturwissenschaften gehalten. Unvordenklich große Datenmengen werden nicht mehr in mühevollen Kompendien aufbereitet, sondern online zur wissenschaftlichen Verfügung und Analyse gestellt - verbunden mit der Chance (und dem Risiko zugleich), die geisteswissenschaftliche Hermeneutik mit diesem Datenbad selbst auszuschütten. Dem menschlichen Geist erwächst parallel in Gestalt von maschinellem "Deep Learning" eine neue hermeneutische Metapher. Dem setzt radikale Medienarchäologie eine Quellenkritik von Quellcode und logischen Schaltungen entgegen, als Kunst einer operativen Hermeneutik, die daraus epistemologische Erkenntnisfunken zugunsten von 'humanities of the digital' (J. C. van Treeck) schlägt. Computing intelligence wurde in der kybernetischen und nachrichtentechnischen Informationsästhetik der 1950er bis 1970er Jahre praktiziert (Turing, Weizenbaum, Bense, Moles, et al.). Auch dieser Wiederentdeckung dient das Seminar - nicht als historische Rehabilitation, sondern unter dem Aspekt einer Wissensarchäologie von Seiten der aktuellen machine learners (Adrian Mackenzie) selbst. Susan Schreibman / Raymond George Siemens / John Unsworth (Hg.), A Companion to Digital Humanities, Malden et al. (Blackwell) 2004; David M. Berry (Hg.), Understanding digital humanities,Houndmills (Pelgrave Macmillan) 2012; Anne Burdick / Johanna Drucker / Peter Lunenfeld / Todd Presner / Jeffrey Schnapp, Digital_Humanities, Cambridge, MA (MIT Press) 2012; Ramón Reichert (Hg.), Big Data. Analysen zum digitalen Wandel von Wissen, Macht und Ökonomie, Bielefeld (transcript) 2014, 133-156; Patrick Svensson / David Theo Goldberg (Hg.), Between Humanities and the Digital, Cambridge, Mass. / London (The MIT Press) 2015; Louise Amoore / Volha Piotukh (eds.), Algorithmic Life. Calculative devices in the age of big data, New York / London (Routledge) 2016; Raúl Rojas, Theorie der neuronalen Netze: eine systematische Einführung, Berlin et al. (Springer) 1993; Adrian Mackenzie, Machine Learners. Archaeology of a data practice, Cambridge, MA (The MIT Press) 2017; Christoph Engemann / Andreas Sudmann (Hg.), Machine Learning. Medien, Infrastrukturen und Technologien der Künstlichen Intelligenz, Bielefeld (transcript) 2018; Manuela Lenzen, Künstliche Intelligenz, München (Beck) 2019 Leistungsnachweis: Neben der aufmerksamen Textlektüre und dem regelmäßigen Seminarbesuch dient die Übernahme eines Referats der Teilnahmebescheinigung: eine kurze Einführung in den wöchentlich zu lesenden (und dann vom Seminar gemeinsam besprochenen) Text, wie er unter Moodle abgelegt ist. Die konkrete Gestaltung und Gewichtung dieses "reading response" steht den Referent*innen frei. Darüber hinaus kann in Anlehnung an das Seminar die Modulabschlussprüfung (MAP) in Form einer schriftlichen Hausarbeit erfolgen, als thematische Vertiefung einer der diskutierten Texte, oder zu den Seminarplan vorgeschlagenen Hausarbeitsthemen.
 
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Modul II - Medienhistoriografie vs. Medienarchäologie (10 LP)

Die Geschichte von “Big Data”

Veranstaltungsnummer: 53512
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Christine von Oertzen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Phänomen „Big Data“ hat in den letzten Jahren zu verstärktem Nachdenken über datengesteuerte Methoden in Forschung und Gesellschaft geführt, die lange vor der Digitalisierung entstanden. Das Seminar wird diese Historisierung von "Big Data" am Schnittpunkt von Wissenschaftsgeschichte und Medienwissenschaft ausleuchten und Datenpraktiken und deren Auswirkungen seit dem späten 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit verfolgen. Besondere Schwerpunkte bilden die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten in Massenerhebungen von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft. Leitende Fragestellung des Seminars ist es, welche historische Kontinuitäten zur heutigen Verdatung bestehen, um genauer zu verstehen, inwiefern und mit welchen Folgen uns "Big Data" eine neue Welt beschert. Das Seminar wird in mehreren Blockterminen veranstaltet: freitags von 10 bis 14 Uhr, jeweils am 22.4., 6.5. und 20.5. Sowie 10.6. Blocktag mit Exkursion: 9-17 Uhr 1.7. Blocktag mit Exkursion (vormittags), Schlussrunde und Abschlussdiskussion 10-16 Uhr
 
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Modul III - Politiken des Medialen (10 LP)

Politiken des Archivierens

Veranstaltungsnummer: 53522
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Anja Sattelmacher
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Archive strukturieren Wissen und agieren seit je her als „Differenzmaschinen“ (Joseph Vogl). Sie sind in ihrem Wirken niemals neutral. Im Seminar werden die unterschiedlichen Funktionen eines Archivs sowie die Praktiken des Archivierens anhand unterschiedlicher Texte untersucht. Eine Archivexkursion wird die Textlektüre ergänzen und für praktische Anschauung sorgen.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


Intermaterialität: Mediengenealogien aus Stoff

Veranstaltungsnummer: 53501
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Wie lässt sich Mediengeschichte neu und anders schreiben? Diese Frage treibt das Fach Medienwissenschaft seit seinen Anfängen um. Entsprechende Vorschläge reichen von einer klassisch-chronologischen, an Einzelmedien orientierten Geschichtsschreibung über den Versuch im Fluss der Zeit paradigmatische Aufschreibesysteme und globale Medieninfrastrukturen auszumachen bis hin zu einer radikal diachronen, an der Technizität von Medien orientierten Medienarchäologie. Das Seminar versucht sich an einem weiteren Vorschlag, indem es über Zeitensprünge hinweg auf materielle Korrespondenzen zwischen scheinbar disparaten Medien blickt. Geleitet vom Fokus auf Stoffe wie Holz, Wachs, Stahl, Kupfer, Selen und Silizium untersuchen wir Bezüge zwischen der Herstellung und Nutzung verschiedener Medientechnologien. Neben historischen Fallstudien soll dabei eine Theorie der Intermaterialität an Kontur gewinnen, aufbauend auf Ansätzen der material culture studies und des new materialism. Das Seminar versteht sich als ein Weiterdenken der im Sommersemester 2021 angebotenen Vorlesungen „Die Rohstoffe der Medien“; eine Teilnahme am Seminar ist jedoch auch ohne Vorkenntnisse möglich.
 
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Die Geschichte von “Big Data”

Veranstaltungsnummer: 53512
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Christine von Oertzen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Phänomen „Big Data“ hat in den letzten Jahren zu verstärktem Nachdenken über datengesteuerte Methoden in Forschung und Gesellschaft geführt, die lange vor der Digitalisierung entstanden. Das Seminar wird diese Historisierung von "Big Data" am Schnittpunkt von Wissenschaftsgeschichte und Medienwissenschaft ausleuchten und Datenpraktiken und deren Auswirkungen seit dem späten 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit verfolgen. Besondere Schwerpunkte bilden die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten in Massenerhebungen von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft. Leitende Fragestellung des Seminars ist es, welche historische Kontinuitäten zur heutigen Verdatung bestehen, um genauer zu verstehen, inwiefern und mit welchen Folgen uns "Big Data" eine neue Welt beschert. Das Seminar wird in mehreren Blockterminen veranstaltet: freitags von 10 bis 14 Uhr, jeweils am 22.4., 6.5. und 20.5. Sowie 10.6. Blocktag mit Exkursion: 9-17 Uhr 1.7. Blocktag mit Exkursion (vormittags), Schlussrunde und Abschlussdiskussion 10-16 Uhr
 
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Modul IV - Mediendramaturgie und Medienästhetik (10 LP)

Die Sonifizierung Abstrakter Visueller Referenzen

Veranstaltungsnummer: 53519
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Rüdiger Wenk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
In diesem forschenden Seminar beginnen wir mit Theorie- und Textarbeit und schaffen uns so die medientheoretischen Grundlagen, insbesondere die der sonischen Medienarchäologie, zur Einordnung der Abstrakten visuellen Referenz. Komponisten der experimentellen Musik setzen oft auf die grafische Notation wobei die Standardnotation auch außer Kraft gesetzt werden kann. In der abstrakten visuellen Referenz als eine Form der grafischen Notation wie sie Earle Brown mit seinem Stück December 1952 präsentierte, liegt das Ermessen der Vertonung ganz beim Spieler und nicht beim Komponisten. Der Performer muss die Partitur interpretieren und die grafische Informationsebene in Musik umwandeln. Das Ergebnis basiert ausschließlich auf subjektivem Empfinden und Bewusstsein des einzelnen Spielers. Wir beschreiben einen ontologischen Ort zwischen visuellen und auditiven Epistemen: Kann eine improvisierte Interpretation durch Klangkünstler*innen/Musiker*innen als ein Sonifizierungsprozess im Medienarchäologischen Sinne begriffen werden? Oder bildet die Klangerzeugung den Prozess der Sonifizierung? Wir betrachten die Prozesse der Klangerzeugung innerhalb der analogen Klangsynthese (Modularsystem, Synthesizer-Archiv), mit Instrumenten mit elektronischen Tonabnehmern (Bsp.: E-Gitarre, E-Bass) und mit rein analogen Instrumenten, wie Trompete oder Horn. Was verstehen wir unter Abstraktheit im künstlerischen Sinne? Kann eine Abstrakte Visuelle Referenz als Zeitkristall verstanden werden?
 
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Medien der Logistik

Veranstaltungsnummer: 53513
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Hannah Wiemer
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Die heutigen globalisierten Produktions- und Lieferketten der Weltwirtschaft basieren auf Transport- und Nachrichtensystemen, die Objekte und Informationen durch die Welt bewegen oder lagern und speichern. Die Objekte müssen ebenso selbst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, wie die Informationen darüber, was, wann, wo gerade vorhanden ist oder sein sollte. Zusammen mit den Infrastrukturen sind in den letzten Jahren auch die medialen Bedingungen der Logistik von der medienwissenschaftlichen Forschung in den Blick genommen worden. Denn es sind entscheidend Medien, die Lieferketten prägen und Objektflüsse in Bewegung versetzten: Medien visualisieren und repräsentieren logistische Vorgänge durch Karten, Flowcharts und GPS-Sender, als Frachtpapiere oder Patentierungen schaffen sie juristische Räume, als Container bilden sie standardisierte Architekturen. Der Blick auf die Medien der Logistik hilft, ansonsten weitgehend unsichtbare Infrastrukturen, Ausbeutungsverhältnisse, Verflechtungen von Handel, Politik und Medien und ihre Genealogien analysierbar zu machen. Das Seminar widmet sich diesem neuen Forschungszweig, der die medialen Bedingungen der Logistik heute und in historischer Perspektive untersucht. Hierzu werden wir einschlägige Texte lesen. Außerdem beschäftigen wir uns mit künstlerischen Positionen, die die Choreographien der globalisierten Produktion zum Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen machen.
 
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Schwarzes Gestrichel – W.G. Sebald in medienwissenschaftlicher Perspektive

Veranstaltungsnummer: 53509
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Der vor 20 Jahren verstorbene W.G. Sebald gilt heute gemeinhin als bedeutendster Schriftsteller deutscher Sprache des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Seine Werke kreisen um die Katastrophen des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg, die zerbrochenen Biografien von Geflüchteten, Erinnerungsarbeit und Melancholie. Fotografien bilden einen integralen Bestandteil von Sebalds Texten, doch auch Sebalds Erwähnungen anderer Medientechnologien, nicht zuletzt des Films, sind eine genauere Untersuchung wert. Vor diesem Hintergrund wollen wir in dem Seminar versuchen, aus medienwissenschaftlicher Perspektive einen neuen Blick auf Sebalds Werk zu werfen. Allen Teilnehmer_innen wird dringend empfohlen, bereits vor Semesterbeginn die Prosawerke Sebalds zu lesen — "Schwindel. Gefühle", "Die Ausgewanderten", "Die Ringe des Saturn" und "Austerlitz" — sowie idealerweise auch die Bände "Luftkrieg und Literatur" und "Campo Santo". Planen Sie dafür ausreichend Zeit ein; die Texte Sebalds sind gering im Umfang, erfordern aber aufmerksame Lektüre.
 
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Modul V - Digitale Medien (10 LP)

Listening to Algorhythms

Veranstaltungsnummer: 53524
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Jasmine Guffond
Sprache: Englisch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
According to the most extensive online index of “pre-categorised cookies”, approximately, 36,816,705 cookies circulate the World Wide Web and personal computing devices of which one percent are identified as ‘strictly necessary’.[1] Notwithstanding this extraordinary scale, the cookie is just one of a plethora of online tracking techniques implemented through the technical protocols and infrastructures of the World Wide Web. Engaging the internet cookie as a starting point we will investigate contemporary online surveillance infrastructures from socio-political, cultural and sounding perspectives. Media scholars such as Mark Andrejevic have observed an historical shift in surveillance infrastructures from the symbolic to the post-representational. Furthermore, the web browser as an interface to the web functions to conceal ubiquitous, automated algorithmic surveillance operating at scales that exceed human comprehension. Considering this contemporary context we will investigate how sound and listening might provide a means for tangibly experiencing some of these otherwise obscured technologies. Theory intersects surveillance studies, media studies, critical algorithmic theory and sound studies. [1] See Cookiepedia, https://cookiepedia.co.uk/, accessed January 13, 2021.
 
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Kritik der digitalen Transformation

Veranstaltungsnummer: 53515
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Vorlesung / Veranstaltungsart: Hybridveranstaltung (Präsenz und Digital)
 
Die digitale Transformation oder im Jargon deutscher Politiker:innen auch schlicht „Digitalisierung“ genannt, ist aus der Vorstellung unserer Zukunft nicht mehr wegzudenken. Die Vorlesung nimmt nicht nur das damit einhergehende Fortschrittsdenken auseinander, versucht die medienhistorischen und -archäologischen Kontexte der Entwicklungen, die mit der digitalen Transformation konnotiert sind, zu adressieren, sondern bietet auch Zugänge zu alternativen Formen und Weisen einer nachhaltigen, digitalen Transformation mit Zukunft. Ohne eine ökologische, digitale Transformation in den nächsten ZEHN Jahren werden wir nicht mehr in derselben Gesellschaft leben wie zur Zeit der Jahrhundertwende. Nicht nur macht uns die Klimaerwärmung, sondern auch die zunehmende Spaltung der Gesellschaft durch die Profitorientierung und das Konkurrenzdenken zu schaffen. Medienwissenschaft als Wissenschaft der Medien, das heißt jener Instanzen, die Informationen, Wissen, Werte, Kulturen und Gesellschaften speichern, übertragen und komputieren, muss für diese wichtige Aufgabe gerüstet sein. Die Vorlesung dient auch der Vermittlung von Grundlagen der Medienwissenschaft, der kritischen Medientheorie der Digitalität und genereller Einführung in den Themenkomplex von Medien und Transformation.
 
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Modul VI - Vertiefung Medienepistemologie, -archäologie und -historiografie (10 LP)

Medien der Logistik

Veranstaltungsnummer: 53513
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Hannah Wiemer
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Die heutigen globalisierten Produktions- und Lieferketten der Weltwirtschaft basieren auf Transport- und Nachrichtensystemen, die Objekte und Informationen durch die Welt bewegen oder lagern und speichern. Die Objekte müssen ebenso selbst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, wie die Informationen darüber, was, wann, wo gerade vorhanden ist oder sein sollte. Zusammen mit den Infrastrukturen sind in den letzten Jahren auch die medialen Bedingungen der Logistik von der medienwissenschaftlichen Forschung in den Blick genommen worden. Denn es sind entscheidend Medien, die Lieferketten prägen und Objektflüsse in Bewegung versetzten: Medien visualisieren und repräsentieren logistische Vorgänge durch Karten, Flowcharts und GPS-Sender, als Frachtpapiere oder Patentierungen schaffen sie juristische Räume, als Container bilden sie standardisierte Architekturen. Der Blick auf die Medien der Logistik hilft, ansonsten weitgehend unsichtbare Infrastrukturen, Ausbeutungsverhältnisse, Verflechtungen von Handel, Politik und Medien und ihre Genealogien analysierbar zu machen. Das Seminar widmet sich diesem neuen Forschungszweig, der die medialen Bedingungen der Logistik heute und in historischer Perspektive untersucht. Hierzu werden wir einschlägige Texte lesen. Außerdem beschäftigen wir uns mit künstlerischen Positionen, die die Choreographien der globalisierten Produktion zum Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen machen.
 
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Politiken des Archivierens

Veranstaltungsnummer: 53522
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Anja Sattelmacher
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Archive strukturieren Wissen und agieren seit je her als „Differenzmaschinen“ (Joseph Vogl). Sie sind in ihrem Wirken niemals neutral. Im Seminar werden die unterschiedlichen Funktionen eines Archivs sowie die Praktiken des Archivierens anhand unterschiedlicher Texte untersucht. Eine Archivexkursion wird die Textlektüre ergänzen und für praktische Anschauung sorgen.
 
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Intermaterialität: Mediengenealogien aus Stoff

Veranstaltungsnummer: 53501
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Wie lässt sich Mediengeschichte neu und anders schreiben? Diese Frage treibt das Fach Medienwissenschaft seit seinen Anfängen um. Entsprechende Vorschläge reichen von einer klassisch-chronologischen, an Einzelmedien orientierten Geschichtsschreibung über den Versuch im Fluss der Zeit paradigmatische Aufschreibesysteme und globale Medieninfrastrukturen auszumachen bis hin zu einer radikal diachronen, an der Technizität von Medien orientierten Medienarchäologie. Das Seminar versucht sich an einem weiteren Vorschlag, indem es über Zeitensprünge hinweg auf materielle Korrespondenzen zwischen scheinbar disparaten Medien blickt. Geleitet vom Fokus auf Stoffe wie Holz, Wachs, Stahl, Kupfer, Selen und Silizium untersuchen wir Bezüge zwischen der Herstellung und Nutzung verschiedener Medientechnologien. Neben historischen Fallstudien soll dabei eine Theorie der Intermaterialität an Kontur gewinnen, aufbauend auf Ansätzen der material culture studies und des new materialism. Das Seminar versteht sich als ein Weiterdenken der im Sommersemester 2021 angebotenen Vorlesungen „Die Rohstoffe der Medien“; eine Teilnahme am Seminar ist jedoch auch ohne Vorkenntnisse möglich.
 
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Die Geschichte von “Big Data”

Veranstaltungsnummer: 53512
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Christine von Oertzen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Phänomen „Big Data“ hat in den letzten Jahren zu verstärktem Nachdenken über datengesteuerte Methoden in Forschung und Gesellschaft geführt, die lange vor der Digitalisierung entstanden. Das Seminar wird diese Historisierung von "Big Data" am Schnittpunkt von Wissenschaftsgeschichte und Medienwissenschaft ausleuchten und Datenpraktiken und deren Auswirkungen seit dem späten 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit verfolgen. Besondere Schwerpunkte bilden die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten in Massenerhebungen von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft. Leitende Fragestellung des Seminars ist es, welche historische Kontinuitäten zur heutigen Verdatung bestehen, um genauer zu verstehen, inwiefern und mit welchen Folgen uns "Big Data" eine neue Welt beschert. Das Seminar wird in mehreren Blockterminen veranstaltet: freitags von 10 bis 14 Uhr, jeweils am 22.4., 6.5. und 20.5. Sowie 10.6. Blocktag mit Exkursion: 9-17 Uhr 1.7. Blocktag mit Exkursion (vormittags), Schlussrunde und Abschlussdiskussion 10-16 Uhr
 
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Algorithmisierte Geisteswissenschaft: “Digital Humanities” und Machine Learning

Veranstaltungsnummer: 53506
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Unter dem Schlagwort der 'Digital Humanities' hat Big Data endgültig Einzug in die Geistes- und Kulturwissenschaften gehalten. Unvordenklich große Datenmengen werden nicht mehr in mühevollen Kompendien aufbereitet, sondern online zur wissenschaftlichen Verfügung und Analyse gestellt - verbunden mit der Chance (und dem Risiko zugleich), die geisteswissenschaftliche Hermeneutik mit diesem Datenbad selbst auszuschütten. Dem menschlichen Geist erwächst parallel in Gestalt von maschinellem "Deep Learning" eine neue hermeneutische Metapher. Dem setzt radikale Medienarchäologie eine Quellenkritik von Quellcode und logischen Schaltungen entgegen, als Kunst einer operativen Hermeneutik, die daraus epistemologische Erkenntnisfunken zugunsten von 'humanities of the digital' (J. C. van Treeck) schlägt. Computing intelligence wurde in der kybernetischen und nachrichtentechnischen Informationsästhetik der 1950er bis 1970er Jahre praktiziert (Turing, Weizenbaum, Bense, Moles, et al.). Auch dieser Wiederentdeckung dient das Seminar - nicht als historische Rehabilitation, sondern unter dem Aspekt einer Wissensarchäologie von Seiten der aktuellen machine learners (Adrian Mackenzie) selbst. Susan Schreibman / Raymond George Siemens / John Unsworth (Hg.), A Companion to Digital Humanities, Malden et al. (Blackwell) 2004; David M. Berry (Hg.), Understanding digital humanities,Houndmills (Pelgrave Macmillan) 2012; Anne Burdick / Johanna Drucker / Peter Lunenfeld / Todd Presner / Jeffrey Schnapp, Digital_Humanities, Cambridge, MA (MIT Press) 2012; Ramón Reichert (Hg.), Big Data. Analysen zum digitalen Wandel von Wissen, Macht und Ökonomie, Bielefeld (transcript) 2014, 133-156; Patrick Svensson / David Theo Goldberg (Hg.), Between Humanities and the Digital, Cambridge, Mass. / London (The MIT Press) 2015; Louise Amoore / Volha Piotukh (eds.), Algorithmic Life. Calculative devices in the age of big data, New York / London (Routledge) 2016; Raúl Rojas, Theorie der neuronalen Netze: eine systematische Einführung, Berlin et al. (Springer) 1993; Adrian Mackenzie, Machine Learners. Archaeology of a data practice, Cambridge, MA (The MIT Press) 2017; Christoph Engemann / Andreas Sudmann (Hg.), Machine Learning. Medien, Infrastrukturen und Technologien der Künstlichen Intelligenz, Bielefeld (transcript) 2018; Manuela Lenzen, Künstliche Intelligenz, München (Beck) 2019 Leistungsnachweis: Neben der aufmerksamen Textlektüre und dem regelmäßigen Seminarbesuch dient die Übernahme eines Referats der Teilnahmebescheinigung: eine kurze Einführung in den wöchentlich zu lesenden (und dann vom Seminar gemeinsam besprochenen) Text, wie er unter Moodle abgelegt ist. Die konkrete Gestaltung und Gewichtung dieses "reading response" steht den Referent*innen frei. Darüber hinaus kann in Anlehnung an das Seminar die Modulabschlussprüfung (MAP) in Form einer schriftlichen Hausarbeit erfolgen, als thematische Vertiefung einer der diskutierten Texte, oder zu den Seminarplan vorgeschlagenen Hausarbeitsthemen.
 
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Modul VII - Vertiefung Angewandte Medienwissenschaft (Digitale Medien, Mediendramaturgie) (10 LP)

Kritik der digitalen Transformation

Veranstaltungsnummer: 53515
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Vorlesung / Veranstaltungsart: Hybridveranstaltung (Präsenz und Digital)
 
Die digitale Transformation oder im Jargon deutscher Politiker:innen auch schlicht „Digitalisierung“ genannt, ist aus der Vorstellung unserer Zukunft nicht mehr wegzudenken. Die Vorlesung nimmt nicht nur das damit einhergehende Fortschrittsdenken auseinander, versucht die medienhistorischen und -archäologischen Kontexte der Entwicklungen, die mit der digitalen Transformation konnotiert sind, zu adressieren, sondern bietet auch Zugänge zu alternativen Formen und Weisen einer nachhaltigen, digitalen Transformation mit Zukunft. Ohne eine ökologische, digitale Transformation in den nächsten ZEHN Jahren werden wir nicht mehr in derselben Gesellschaft leben wie zur Zeit der Jahrhundertwende. Nicht nur macht uns die Klimaerwärmung, sondern auch die zunehmende Spaltung der Gesellschaft durch die Profitorientierung und das Konkurrenzdenken zu schaffen. Medienwissenschaft als Wissenschaft der Medien, das heißt jener Instanzen, die Informationen, Wissen, Werte, Kulturen und Gesellschaften speichern, übertragen und komputieren, muss für diese wichtige Aufgabe gerüstet sein. Die Vorlesung dient auch der Vermittlung von Grundlagen der Medienwissenschaft, der kritischen Medientheorie der Digitalität und genereller Einführung in den Themenkomplex von Medien und Transformation.
 
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Schwarzes Gestrichel – W.G. Sebald in medienwissenschaftlicher Perspektive

Veranstaltungsnummer: 53509
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Der vor 20 Jahren verstorbene W.G. Sebald gilt heute gemeinhin als bedeutendster Schriftsteller deutscher Sprache des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Seine Werke kreisen um die Katastrophen des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg, die zerbrochenen Biografien von Geflüchteten, Erinnerungsarbeit und Melancholie. Fotografien bilden einen integralen Bestandteil von Sebalds Texten, doch auch Sebalds Erwähnungen anderer Medientechnologien, nicht zuletzt des Films, sind eine genauere Untersuchung wert. Vor diesem Hintergrund wollen wir in dem Seminar versuchen, aus medienwissenschaftlicher Perspektive einen neuen Blick auf Sebalds Werk zu werfen. Allen Teilnehmer_innen wird dringend empfohlen, bereits vor Semesterbeginn die Prosawerke Sebalds zu lesen — "Schwindel. Gefühle", "Die Ausgewanderten", "Die Ringe des Saturn" und "Austerlitz" — sowie idealerweise auch die Bände "Luftkrieg und Literatur" und "Campo Santo". Planen Sie dafür ausreichend Zeit ein; die Texte Sebalds sind gering im Umfang, erfordern aber aufmerksame Lektüre.
 
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Eine Mediengeschichte und -theorie der Digital Humanities

Veranstaltungsnummer: 53526
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Der Einsatz digitaler Methoden, Verfahren und Werkzeuge in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften erfährt seit den 1980er Jahre stetigen Zuspruch und führt nicht nur völlig neuartige Forschungsfragen in „klassische“ Disziplinen ein, sondern scheint auch dazu geeignet zu sein, die „zwei Kulturen“ der Geistes- und MINT-Wissenschaften miteinander in den Dialog zu bringen und die Strukturen der klassischen Universität zu transzendieren. Die Emergenz der „Digital Humanities“ bildet allerdings einen forschungspraktischen und -politischen Sublimationspunkt, der bei aller Aufbruchseuphorie sowohl die technologischen und medienhistorischen Grundlagen und Vorgänge(r) aus dem Blick rücken lässt. Wir wollen uns im Seminar zunächst um eine Definition von „Digital Humanities“ bemühen, die aus der theoretischen Debatte kondensiert wird. Sodann rufen wir unterschiedliche historische Diskurse auf, die sowohl von technischer als auch epistemologischer Seite als Vorläufer betrachtet werden können. Schließlich versuchen wir eine medienwissenschaftliche Kritik zu erörtern, die von der Epistemologie des Werkzeugs ausgehend, die Frage stellt, inwieweit sich „das Digitale“ in die Hypothesenbildung, Forschungspraxis und Wissensproliferation einschreibt. Hierzu werden ausgewählte konkrete Beispiele von DH-Projekten herangezogen.
 
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Modul VIII - Projektmodul (10 LP)

Konzept Medientheater

Veranstaltungsnummer: 53530
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Das Medientheater am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft ist ein Labor für medienkünstlerische Performances, die u.a. von Studierenden in Projektseminaren entwickelt werden. Welche Möglichkeiten gibt es, in einem Theater Medien zum Thema zu machen? Ausgehend von dieser Frage entwickeln die Teilnehmer_innen eigene medienkünstlerische Formate und Projekte, die im Medientheater präsentiert werden. Bemerkung NB: Die Teilnehmer_innen müssen ausreichend Zeit für die eigenständige Projektarbeit — ca. einen Arbeitstag pro Woche — einplanen! Es wird ihnen daher empfohlen, auch das begleitende Tutorium "Technik im Medientheater" (Malte Schulze, Di 14-16h, direkt vor diesem Projektseminar, Ü53525 ) zu besuchen. Das Tutorium bietet ein Forum, um sich für die vertiefte Arbeit an den Projekten zu vernetzen, sowie technische Hilfestellung bei der Realisierung der Projekte.
 
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Assemblerprogrammierung für Medienwissenschaftler:innen

Veranstaltungsnummer: 53527
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Die Kenntnis von Assembler ist für ein grundlegendes Verständnis des Digitalcomputers als Medium unerlässlich. Allein mittels maschinennaher Programmierung lassen sich seine Hardwarefunktionen und Leistungsmerkmale – ungefiltert durch Betriebssystembarrieren und Konzepte höherer Programmiersprachen – direkt „adressieren“. Insbesondere zeitkritische Anwendungen im sogenannten Multimedia-Bereich werden erst auf dieser Ebene realisierbar. An einer einfachen 8-Bit-Architektur (MOS 6502) sollen daher die Grundlagen der Assembler-Programmierung vor dem Hintergrund medienwissenschaftlicher Fragestellungen schrittweise erlernt werden. Gemeinsam wird dabei im Verlauf des Semester ein Computerspiel („Tetris“) entwickelt. Die hierfür erworbenen Kenntnisse (Grafikprogrammierung, Ein-/Ausgabe-Kontrolle, Algorithmenentwurf für Spielphysik) können dann in eigenen Programmierprojekten eingesetzt werden. Bemerkung Kenntnisse in Computerprogrammierung sind nicht erforderlich, sondern werden während der Konsultationsstunden vermittelt. Die notwendige Literatur sowie Computer werden vom Institut bereitgestellt. Prüfung Für einen Projektschein muss ein selbst geschriebenes Assemblerprogramm erstellt und in einem Projektbericht (BA: 10-15 Seiten, MA: max. 10 Seiten) medienwissenschaftlich reflektiert werden.
 
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gnuHU/ FLOSS-Werkstatt

Veranstaltungsnummer: 53520
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
In diesem Projektseminar lernen Studierende, wie sie mit Hilfe von freier Open Source Software selbstbestimmt mit Informations- und Medientechnologien umgehen und dies auch anderen vermitteln können. Dabei sollen nicht nur praktisches Wissen im Themenfeld Free/Libre Open Sources Software (FLOSS) erlangt werden, sondern dieses wird auch mit medienwissenschaftlich kompatiblen Wissensformen erweitert. Die konkrete Projektarbeit wird nach Absprache mit Prof. Dr. Shintaro Miyazaki selbstständig in Rahmen des Projektseminars erarbeitet, von ihm begleitet und spielt sich im Bereich der Medienproduktion (Onlinetext, Bild, Diagramme, Audio, Video) mit FLOSS-Software ab. Eine Offenheit für die kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Demokratie und Medien ist willkommen, aber keine Vorraussetzung. Die Projektresulate werden in Rahmen der Initiative #gnuHU unter CreativeCommons-Lizenz (BY-ShareAlike) veröffentlicht.
 
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Modul IX - Praxismodul (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul X - Abschlussmodul (30 LP)

Examenskolloquium

Veranstaltungsnummer: 53503
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Examens- und Forschungskolloquium für Verfasser*innen von Masterarbeiten, Dissertationen und Habilitationen. Gebeten wird um vorherige Anmeldung: . Eine Teilnahme in Präsenz ist erwünscht. Für die digitale Teilnahme wird um vorherige Absprache mit Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk gebeten. Prüfung: Verteidigung
 
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Anmeldung per EMail


Examenskolloquium Mediendramaturgie

Veranstaltungsnummer: 53518
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Medienwissenschaft im Allgemeinen beschäftigt sich mit der wechselseitigen Abhängigkeit von Information und Medium, v.a. im Hinblick auf technische Medien. Aus dieser Perspektive nimmt auch die Mediendramaturgie, als Teilbereich der Medienwissenschaft, ihre Gegenstände in den Blick. Dabei fokussiert sie auf eine ganz bestimme Art von Medien-/Informationsprozessen — nämlich auf solche, die fiktionale Handlungen zum Inhalt haben. In dem Kolloquium werden mediendramaturgische Theorien und Methoden besprochen, aktuelle Forschungspositionen vorgestellt und Examensarbeiten diskutiert. Prüfung: Verteidigung
 
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Arbeits- und Examenskolloquium Digitalität, Materialität und Produktivität

Veranstaltungsnummer: 53523
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Examenskolloquium zur Vorbereitung und Begleitung von Masterarbeiten, Dissertationen und allem, was danach kommt und Arbeitskolloquium für fortgeschrittene Studierende. Darüber hinaus dient das Kolloquium für die Diskussion von Forschungsberichten aus dem Lehrgebiet "digitale Medien" und der gemeinsamen kritischen Lektüre relevanter Texte ("Oberseminar"). Bemerkung: Erbeten wird eine vorherige Bewerbung/Anmeldung per Email: Prüfung: Verteidigung
 
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Anmeldung per EMail


“Medien, die wir meinen” – Kolloquium zu Medienbegriffen aus medienarchäologischer, technomathematischer und epistemologischer Sicht

Veranstaltungsnummer: 53508
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Seminar / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Medienwissenschaft hat einen blinden Fleck der Selbstbeobachtung: den Begriff der "Medien" selbst. Unter Medien, die in der "Berliner Schule" gemeint sind, werden dezidierte technologische Konfigurationen verstanden. Im Kolloquium kommen verschiedene Verständnisse von Medien und ihre disziplinären Ausdifferenzierungen zur Sprache. Primär dient das Kolloquium der Präsentation und Diskussion von Examensarbeiten, ferner Forschungsberichten aus dem Lehrgebiet Medientheorien, sowie externen Gastbeiträgen. Die Bekanntmachung der wöchentlichen Themen erfolgt durch die Mailingliste (Eintrag unter https://www.musikundmedien.hu-berlin.de/de/medienwissenschaft/medientheorien/kolloquium). Literatur: Alexander Roesler / Bernd Stiegler (Hg.), Grundbegriffe der Medientheorie, Paderborn (Fink) 2005; ders. / Stefan Münker (Hg.), Was ist ein Medium, Frankfurt / M. (Suhrkamp) 2008; Diskussionsangebot: Wolfgang Ernst, Medienwissen(schaft), zeitkritisch. Ein Programm aus der Sophienstraße. Antrittsvorlesung v. 21. Oktober 2003, publiziert in der Reihe: Öffentliche Vorlesungen, hg. v. Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 2004 (http://edoc.hu-berlin.de/humboldt-vl/ernst-wolfgang-2003-10-21/PDF/Ernst.pdf) Bemerkung: Leistungsnachweis: Regelmäßiger Besuch der wöchentlichen Kolloquien, ggf. Präsentation der Masterarbeit Prüfung: Verteidigung
 
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Modul XI - Perspektiven der Medienwissenschaft (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Tutorien

Medienwissenschaftliches Arbeiten für MA-Studierende

Veranstaltungsnummer: 53535
Leistungspunkte: 0
Lehrende/r: Alessandro D'Arcangeli
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Tutorium / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
In dem Tutorium erarbeiten die Studierenden das Grundlagenwissen und die Basismethoden, auf denen das MA-Studium der Medienwissenschaft an unserem Institut aufbaut. Durch eine Aufarbeitung kanonischer Texte soll das Tutorium insbesondere der Orientierung in dem breiten Feld der Medientheorie dienen. Die Teilnahme wird v.a. jenen MA-Studierenden dringend empfohlen, die nicht bereits ihr BA-Studium am Fachgebiet Medienwissenschaft der HU absolviert haben.
 
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Weitere Lehrveranstaltungen

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --