Das Fachgebiet Medien­wissenschaft ermög­licht im Wintersemester 2020/2021 ein hybrides Studium. Ein großer Teil der Lehr­veran­staltungen wird in digitaler Form angeboten. Für einige Lehrveranstaltungen gibt es jedoch auch Präsenztermine, oder sie finden vollständig als Präsenzveranstaltung statt. Zu jeder Veranstaltung finden Sie die entsprechende Information.

Die Veranstaltungen sind auf dieser Seite nach den Modulen der Bachelor- und Master­studienordnungen von 2019 geordnet. Auch die Verlinkungen zu den Moodle-Kursen können Sie bei der jeweiligen Veranstaltung finden – sofern vorhanden.

 

Bachelor Studiengang

Modul I - Einführung in die Medienwissenschaft (10 LP)

Studentischer Arbeitskreis: Grundlagen der Medienwissenschaft

Veranstaltungsnummer: 53520 / Leistungspunkte: 0 / Lehrende/r: Walter Schilling
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Tutorium / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Tutorium dient vor allem als Ort, an dem sich Studierende des ersten Semesters der Medienwissenschaft kennenlernen und gleichzeitig Studieninhalte reflektieren und diskutieren können. Auf wichtige Theorien wird hier noch mal vertieft eingegangen und so eine Brücke geschlagen zwischen den Einführungsseminaren zu Medientheorien, Mediendramaturgie und medienwissenschaftliches Arbeiten.
 
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Einführung in Medientheorie: Mechanische, Elektrische und elektronische Grundlagen

Veranstaltungsnummer: 53520 / Leistungspunkte: 3 / Lehrende/r: Ingolf Haedicke
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Seminar bietet Studierenden der Medienwissenschaft die Möglichkeit, die Grundlagen der Medien kennenzulernen und zu begreifen. In diesem Zusammenhang entsteht nebenbei ein Überblick zu verschiedenen medienwissenschaftlichen Bereichen, der ein grundlegendes technisches Verständnis schafft, das für das weitere Studium nützlich sein wird. Hierzu wird von den Teilnehmer_innen keinerlei Fachwissen vorausgesetzt. Auf der Agenda stehen: Akustische Schwingungen, elektrischer Wandler, deren Speicherung, mechanisch, magnetisch und optisch Funktionsweise von Musikinstrumenten und deren Synthetisierung Messtechniken Magnetismus, Elektromagnetismus (Oersted, Faraday) Chemische und elektrodynamische Spannungsquellen Bausteine der Elektronik (Spule, Kondensator, Röhre, Transistor Entwicklung der drahtlosen Nachrichtenübermittlung Prinzipien der elektronischen Bildaufnahme und Verarbeitung (der photoelektrische Effekt, Bildsensoren etc.) Stationen der Ton- und Bildübertragung (Rundfunk, Fernsehen)
 
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Einführung in Medientheorie, Medienhistoriografie und Medienarchäologie: Computerphilologie

Veranstaltungsnummer: 53516 / Leistungspunkte: 3 / Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Medien übertragen, speichern und verarbeiten Informationen, die auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedene Zeichensysteme kodiert werden. Digitalcomputer weisen hierbei den größten Umfang von Zeichentypen und -systemen auf. Im Seminar sollen diese nicht nur von den Medien/Computern selbst gelesen und interpretiert werden, sondern auch von menschlichen Lesern. Hierbei kommen Methoden und Theorien der Sprach- und Literaturwissenschaften zum Einsatz. Nach einer Einarbeitung in die dafür relevanten Gebiete der Syntaxtheorie, Textlinguistik, Textsortentheorie, Intertextualitäts- und Rezeptionstheorie werden verschiedene medientechnische Zeichenkorpora an Beispielen untersucht: Programmcodes, Schaltpläne, Signalverläufe und anderes. Hierbei wird das Ziel verfolgt, einen interdisziplinären Trialog zwischen Medienwissenschaft, Linguistik und den Ingenieurswissenschaften zu entwickeln, um medientechnische Objekte in ihrer Genese und Funktion erfassen zu können. Kenntnisse in Programmierung oder Programmiersprachen sowie den Ingenieurs- und Formalwissenschaften werden nicht vorausgesetzt. Bemerkung: Teilnahmebedingung: Referat/Gruppenreferat Prüfung: MAP (nur für Stud. der Germanistischen Linguistik): Poster
 
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Einführung in die Mediendramaturgie und die digitale Medienwissenschaft II

Veranstaltungsnummer: 53514 / Leistungspunkte: 3 / Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
In dem Seminar werden grundlegende wissenschaftliche Techniken, Begriffe und Methoden sowie zentrale Ansätze der Mediendramaturgie und der digitalen Medienwissenschaft erlernt. Hierzu werden zentrale Texte aus der Medienästhetik und angrenzenden Bereichen diskutiert und medienspezifische Analysetechniken, gerade auch im Hinblick auf audiovisuelle Medien wie Film und Video, erprobt. Bemerkung: Das Seminar wird als Online-Lehrveranstaltung (in Form von Zoom-Konferenzen) angeboten, in der sich zeitgebundene Sitzungen und asynchrone Arbeitsphasen abwechseln. Sofern im Rahmen des Infektionsschutzes möglich sind zudem einzelne Präsenzsitzungen an der Humboldt-Universität zu Berlin geplant. Darüber erhalten Sie in der ersten Sitzung Informationen. NB: Alle Seminarteilnehmer_innen müssen in der ersten Sitzung anwesend sein. Ein über Agnes zugeteilter Seminarplatz geht bei unentschuldigter Abwesenheit in der ersten Sitzung verloren.
 
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Einführung in die Mediendramaturgie und die digitale Medienwissenschaft I

Veranstaltungsnummer: 53513 / Leistungspunkte: 3 / Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
In dem Seminar werden grundlegende wissenschaftliche Techniken, Begriffe und Methoden sowie zentrale Ansätze der Mediendramaturgie und der digitalen Medienwissenschaft erlernt. Hierzu werden zentrale Texte aus der Medienästhetik und angrenzenden Bereichen diskutiert und medienspezifische Analysetechniken, gerade auch im Hinblick auf audiovisuelle Medien wie Film und Video, erprobt. Bemerkung: Das Seminar wird als Online-Lehrveranstaltung (in Form von Zoom-Konferenzen) angeboten, in der sich zeitgebundene Sitzungen und asynchrone Arbeitsphasen abwechseln. Sofern im Rahmen des Infektionsschutzes möglich sind zudem einzelne Präsenzsitzungen an der Humboldt-Universität zu Berlin geplant. Darüber erhalten Sie in der ersten Sitzung Informationen. NB: Alle Seminarteilnehmer_innen müssen in der ersten Sitzung anwesend sein. Ein über Agnes zugeteilter Seminarplatz geht bei unentschuldigter Abwesenheit in der ersten Sitzung verloren.
 
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Einführung in das medienwissenschaftliche Arbeiten I

Veranstaltungsnummer: 53512 / Leistungspunkte: 4 / Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Seminar führt in die grundlegenden Theorien, Methoden und Arbeitstechniken der Medienwissenschaft ein. Vermittelt werden der Umgang mit fachspezifischen Terminologien, Grundlagen der Medienhistoriografie, Medienarchäologie und weitere medienspezifische Analyseverfahren. Die analytischen Zugänge umfassen u. a. traditionelle Medien (etwa Buch, Teleskop, Kompass), audiovisuelle Medien (etwa Radio, Film, Fernsehen, Video) sowie partizipative Medien (etwa Computerspiele, Internet, mobile Medien). Auf Basis eigener Recherchen (Einzel- oder Gruppenarbeit) erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich der wissenschaftlichen Betrachtung eines ausgewählten Mediums intensiver zu widmen. Bemerkung: Das Seminar wird als digitale zeitgebundene Lehrveranstaltung angeboten. Sofern im Rahmen des Infektionsschutzes möglich sind zudem einzelne Präsenzsitzungen an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Exkursionen innerhalb Berlins geplant. Darüber erhalten Sie in der ersten Sitzung weitere Informationen. Ergänzend zur Textarbeit führen die Exkursionen in das Arbeiten mit medienwissenschaftlich relevanten Objekten, Ereignissen und Monumenten ein.
 
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Einführung in das medienwissenschaftliche Arbeiten III

Veranstaltungsnummer: 53511 / Leistungspunkte: 4 / Lehrende/r: Dr. Hannah Wiemer
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Seminar führt in die grundlegenden Theorien, Methoden und Arbeitstechniken der Medienwissenschaft ein. Vermittelt werden der Umgang mit fachspezifischen Terminologien, Grundlagen der Medienhistoriografie, Medienarchäologie und weitere medienspezifische Analyseverfahren. Die analytischen Zugänge umfassen u. a. traditionelle Medien (etwa Buch, Teleskop, Kompass), audiovisuelle Medien (etwa Radio, Film, Fernsehen, Video) sowie partizipative Medien (etwa Computerspiele, Internet, mobile Medien). Auf Basis eigener Recherchen (Einzel- oder Gruppenarbeit) erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich der wissenschaftlichen Betrachtung eines ausgewählten Mediums intensiver zu widmen. Bemerkung: Das Seminar wird als digitale zeitgebundene Lehrveranstaltung angeboten. Sofern im Rahmen des Infektionsschutzes möglich, sind zudem einzelne Präsenzsitzungen an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Exkursionen innerhalb Berlins geplant. Darüber erhalten Sie in der ersten Sitzung weitere Informationen. Ergänzend zur Textarbeit führen die Exkursionen in das Arbeiten mit medienwissenschaftlich relevanten Objekten, Ereignissen und Monumenten ein.
 
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Einführung in das medienwissenschaftliche Arbeiten II

Veranstaltungsnummer: 53510 / Leistungspunkte: 4 / Lehrende/r: Dr. Hannah Wiemer
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Seminar führt in die grundlegenden Theorien, Methoden und Arbeitstechniken der Medienwissenschaft ein. Vermittelt werden der Umgang mit fachspezifischen Terminologien, Grundlagen der Medienhistoriografie, Medienarchäologie und weitere medienspezifische Analyseverfahren. Die analytischen Zugänge umfassen u. a. traditionelle Medien (etwa Buch, Teleskop, Kompass), audiovisuelle Medien (etwa Radio, Film, Fernsehen, Video) sowie partizipative Medien (etwa Computerspiele, Internet, mobile Medien). Auf Basis eigener Recherchen (Einzel- oder Gruppenarbeit) erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich der wissenschaftlichen Betrachtung eines ausgewählten Mediums intensiver zu widmen. Bemerkung: Das Seminar wird als digitale zeitgebundene Lehrveranstaltung angeboten. Sofern im Rahmen des Infektionsschutzes möglich, sind zudem einzelne Präsenzsitzungen an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Exkursionen innerhalb Berlins geplant. Darüber erhalten Sie in der ersten Sitzung weitere Informationen. Ergänzend zur Textarbeit führen die Exkursionen in das Arbeiten mit medienwissenschaftlich relevanten Objekten, Ereignissen und Monumenten ein.
 
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Modul II - Medientheorien (10 LP)

Exploded View: Wie man ‘epistemische Dinge’ auseinandernimmt (und wieder zusammensetzt)

Veranstaltungsnummer: 53529
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Sebastian Kawanami-Breu
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Dieses Seminar möchte in einen objektorientierten Zugang zur Kultur- und Mediengeschichte einführen. Über die Lektüre und Diskussion theoretischer Texte sollen Positionen aus der Medienarchäologie, der Wissenschaftsgeschichte und der materialistischen Kulturgeschichte kennengelernt werden, mit denen die stille Welt der Dinge, die uns in Alltag und Forschung konfrontiert, zum Sprechen gebracht werden kann. Im Unterschied zu den metaphysischen Fingerübungen, die die Gegenwartsphilosophie derzeit mit 'Objekten' und 'Materie' veranstaltet, soll ein historisch-ontologischer Scharfblick auf das nichtmenschliche Zeug, das unsere menschlichen Milieus zusammenhält, trainiert werden. Medienwissenschaft zeigt ihre Sprengkraft, wenn es ihr gelingt, die Dinge aus ihren Verwicklungen in Konsum und bloße Verwendung herauszuschleudern und in historische Konstellationen emporzuheben. Literatur: Lorraine Daston (Hg.) (2000), Biographies of Scientific Objects. Chicago/London: University of Chicago Press. Wolfgang Ernst (2008), "'Merely the Medium?' Die operative Verschränkung von Logik und Materie" In: Münker, Roesler (Hg.), Was ist ein Medium? Frankfurt/M.: Suhrkamp. Yuk Hui (2016), On the Existence of Digital Objects. University of Minnesota Press. Yuk Hui (2013), "Deduktion, Induktion und Transduktion. Über Medienästhetik und digitale Objekte." In: Zeitschrift für Medienwissenschaft, Jg. 8, Nr. 1, S. 101–115. Gilbert Simondon [1958] (2012), Die Existenzweise technischer Objekte. Zürich: Diaphanes. Siegfried Giedion (1948), Mechanization Takes Command. A Contribution to Anonymous History. University of Minnesota Press. Bruno Latour (2007), "Can we get our Materialism back, please?", Isis (98), March 2007. University of Chicago Press. Lisa Parks (2015), "'Stuff You Can Kick': Toward a Theory of Media Infrastructure." In: Svennson, Goldberg (Hg.), In Between Humanities and the Digital. Cambridge, MA: MIT Press. Miyazaki, Shintaro (2015): "Wie der Film im Fensterglas verschwand – Taktil-visuelle Oberflächen 1960–2010." In: Ute Holl,Irina Kaldrack, Cyrill Miksch u.a. (Hg.): Oberflächen und Interfaces. Ästhetik und Politik filmischer Bilder. Paderborn: Fink, S. 41–54. Bemerkung: Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme und Diskussionsbeiträge Prüfung: MAP: mündliche Prüfung
 
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In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IV: Medientheorie und Medienarchäologie" statt.


Modul III - Medienarchäologie vs. Medienhistografie (10 LP)

Mit Medien lehren und lernen. Institutionen und Netzwerke in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Veranstaltungsnummer: 53521
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Lotte Schüßler
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Nicht erst seitdem die digitalen Medien versprechen, das Lernen flexibler, individueller und zugänglicher zu gestalten, werden die pädagogischen Einsatzbereiche von Medien diskutiert und erprobt. Mit dem Aufkommen neuer Medientechnologien scheinen immer schon Visionen und konkrete Projekte verbunden zu sein, diese als Lehr- und Lernmittel zu nutzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte man große Hoffnungen in die Potentiale, die Grammophon, Film und Rundfunk für die Schul-, Hochschul- und Volksbildung bieten könnten und es entstanden schnell diesbezügliche staatliche und internationale Projekte. So umfasste das Berliner Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht seit 1919 eine Forschungs- und Informationsstelle für den Lehrfilm und es entwickelte Programme für Schulfunk und pädagogischen Rundfunk. Währenddessen wurde durch den Völkerbund im faschistischen Rom das Istituto internazionale per la cinematografia educativa eingerichtet, das den internationalen Austausch über die Möglichkeiten des Unterrichtens mit Filmen befördern sollte. Durch welche Eigenschaften aber werden Film, Rundfunk, Schallplatte und Buch überhaupt erst zu Bildungsmedien? Welche pädagogischen, wissenschaftlichen und politischen Agenden können damit verknüpft sein? Und wodurch zeichnet sich die europäische Bildungsmedienlandschaft der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus? Mit Blick auf die neu gegründeten staatlichen Institutionen und internationalen Netzwerke widmet sich das Online-Seminar den Politiken, Ökonomien und Technologien von Bildungsmedien im Europa der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wir erarbeiten die medien- und bildungsgeschichtlichen Kontexte der in dieser Zeit entstandenen "neuen" und "alten" Bildungsmedien und üben das Analysieren von Bild-, Ton- und Schriftquellen unterschiedlicher Sprachen. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul III: Mediengeschichte" statt.


Grundlagentexte zur Historiographie und Archäologie technischer Medien

Veranstaltungsnummer: 53507
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Grundlage dieses Seminars sind maßgebliche Texte, die sich aus Sicht einer techniknahen Medienwissenschaft zur Theorie von Medien (auch avant la lettre) herauskristallisiert haben. Der Fokus liegt auf Analysen, die zwar in erster Linie geisteswissenschaftlich-diskursiv verfaßt sind, jedoch in der konkreten Kenntnis technologischer Verhältnisse gründen. Zielführend in Lektüre und Diskussion ist die gemeinsame Erarbeitung und kritische Aneignung eines Textkorpus, der das spezifische Profil der Medien(geschichts)theorie an der Humboldt-Universität erkennen läßt. Selbstverständlich lassen sich Medientechniken nicht auf historische Diskurse reduzieren; ihre Anamnese wird sich daher nicht auf Texte allein beschränken, sondern entlockt dem technischen Archiv ebenso Zeichnungen, Diagramme, Formeln, Maschinen. Literatur: Claus Pias / Joseph Vogl / Lorenz Engell / Oliver Fahle / Britta Neitzel (Hg.), Kursbuch Medienkultur. Die maßgeblichen Texte von Brecht bis Baudrillard, Stuttgart (DVA) 1999; Albert Kümmel / Petra Löffler (Hg.), Medientheorie 1888-1933. Texte und Kommentare, Frankfurt / M. (Suhrkamp) 2002; Günter Helmes / Werner Köster (Hg.), Texte zur Medientheorie, Stuttgart 2002; Daniela Kloock / Angela Spahr (Hg.), Medientheorien. Eine Einführung, München (UTB / Fink) 1998; The New Media Reader, hg. v. Noah Wardrip Fruin / Nick Monfort, Cambridge, Mass. / London (MIT Press) 2003; Alexander Roesler / Bernd Stiegler (Hg.), Grundbegriffe der Medientheorie, Paderborn (Fink) 2005. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul III: Mediengeschichte" statt.


Modul IV - Mediendramaturgie und Medienästhetik (10 LP)

Everything „post”? Post-Digital, Post-Internet, Post-Screen, Post-Gender, Postcolonial, Post-Capitalism …

Veranstaltungsnummer: 53536
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Cornelia Lund
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Begriffe mit dem Präfix „post" haben in den letzten Jahren zunehmend die theoretischen Diskussionen in den Bereichen Medienkultur und Kunst befeuert. Begriffe wie „Postdigitalität“ und „Post-Internet“ waren dabei zentral und haben kontroverse Debatten ausgelöst, sowohl aufgrund der damit verbundenen ästhetischen Erscheinungsformen als auch in theoretischer Hinsicht – und dies nicht zuletzt in Berlin durch die kontinuierliche Auseinandersetzung der transmediale mit dem Konzept des „Postdigitalen“ und die sogenannte „Post-Internet“ Berlin Biennale 2016. Das Seminar möchte zum einen die theoretischen Grundlagen von Postdigitalität, Post-Internet und Post-Screen sowie weiteren in deren Umfeld verhandelten Konzepten wie New Aesthetic erarbeiten und kritisch diskutieren. Zum anderen sollen die damit verbundenen ästhetischen Phänomene an Beispielen u.a. aus den Bereichen Musik, Kunst und Design untersucht werden. In einem weiteren Schritt wird die Verbindung der genannten Begriffe zu weiteren aktuell zentralen „Post“-Diskursen wie Post-Gender, Post- und Decolonial oder Postkapitalismus in den Mittelpunkt gestellt. Literatur: Literaturempfehlung zur Vorbereitung: D. Kulle, C. Lund, O. Schmidt, D. Ziegenhagen (eds.). Post-digital Culture, http://post-digital-culture.org/ M. Olson. „Postinternet. Art after the Internet.“ Foam Magazine 29, Winter 2011, pp 59–63. Post-digital Research. Peer-reviewed Newspaper, Volume 3, Issue 1, 2014 Published by Digital Aesthetics Research Center/Aarhus University in collaboration with reSource transmedial culture berlin/transmediale, online: https://transmediale.de/content/post-digital-research-1 Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul II: Mediendramaturgie und Medienperformanz" statt.


Klangartefakte im Museum: Ausgestellte Klänge von Edison bis Spotify

Veranstaltungsnummer: 53519
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Sonja Grulke
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Klangartefakte haben es im Museum nicht leicht. Klang ist ephemer, immer in Bewegung, und scheint sich dagegen zu sträuben, in den vermeintlich stillen Tempeln der Kunst an die Wand gehängt zu werden – so wie ihn klassischen Gemäldegalerien jahrzehntelang üblich. Die Künstlerin Björk stellte daher unlängst die provozierende Frage: „How do you hang a song on a wall?" und erprobte dies in einer Ausstellung (MoMA NY 2015), die Lob und ebenso Kritik erntete. Der Medienwissenschaftler Jonathan Sterne spricht für die Moderne von einer „audiovisuellen Litanei", die das Visuelle prinzipiell gegen das Auditive ausspielt. Die daraus resultierende "Hegemonie des Visuellen" (Levin) macht sich nicht zuletzt in der musealen Praxis bemerkbar. Im Seminar untersuchen wir, wie sich diese Auffassung allmählich ändert und akustische Artefakte zunehmend als „museumstauglich" gelten. Zu Beginn der medienwissenschaftlichen Untersuchung steht die Typologie akustischer Aufnahmen, die in Abhängigkeit der Medien- und Technikgeschichte auditiver Kultur steht: Was zeichnet die frühesten Klangaufzeichnungen Edisons im Gegensatz zu heutiger Streaming-Musik aus? Wie unterscheiden sie sich in ihrer Entstehung, Archivierung, im Zugriff und in ihrem Gebrauch? Inwiefern sind die verschiedenen Audio-Genres Produkte ihrer medientechnischen Bedingungen? Darauf aufbauend untersuchen wir nicht nur verschiedene Eigenschaften akustischer Aufnahmen und damit verbundene Affordanzen für deren Ausstellung; wir nehmen auch die praktische Umsetzung in Ausstellungen sowie die Arbeit von Ausstellungsgestalter*innen und Kurator*innen in den Blick. Im Seminar tragen die Studierenden mit Präsentationen und Beiträgen zu den Inhalten bei, die sich mit einzelnen Texten und Praxisbeispielen auseinandersetzen. Bemerkung: Die Seminar wird zum größten Teil online stattfinden. Nach Möglichkeit besuchen wir gemeinsam eine Ausstellung sowie ein Tondokumenten-Archiv in Berlin. Informationen dazu erhalten Sie in der ersten Sitzung. Literatur: Bertron, Aurelia / Frey, Claudia / Schwarz, Ulrich (Hrsg.) (2012): Projektfeld Ausstellung. Eine Typologie für Ausstellungsgestalter, Architekten und Museologen. Birkhäuser: Basel. Ernst, Wolfgang (2016): Chronopoetics. The temporal being and operativity of technological media. Rowman & Littlefield International: London, New York. Meyer, Andreas (Hrsg.) (2018): Musikausstellungen. Intention, Realisierung, Interpretation: ein interdisziplinäres Symposium, Band 19, Georg Olms Verlag: Hildesheim, Zürich, New York. Sterne, Jonathan (2003): The audible past. Cultural origins of sound reproduction. 2. Aufl. Duke Univ. Press: Durham, NC. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul II: Mediendramaturgie und Medienperformanz" statt.


Medialität und Theatralität

Veranstaltungsnummer: 53509
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Ausgangspunkt für die Etablierung der Medientheorie im 20. Jahrhundert ist die zunehmende Einsicht, dass Kommunikation, Information und Sinn nicht unabhängig gedacht werden können von den Materialitäten, durch die sie prozessiert werden. Allerdings gehen der Medientheorie in der europäischen Geistesgeschichte bereits zweieinhalbtausend Jahre des Nachdenkens darüber voraus, wie im Theater fiktionale Handlungen und abstrakte Bedeutungen durch die unmittelbare Präsenz von Körpern und Objekten — von organischen und anorganischen Materialitäten — generiert werden. Vor diesem Hintergrund könnte der theoretische Diskurs über das Theater als alternative und frühere Spielart der Medientheorie begriffen werden. In der Praxis des Theaters selbst könnten sich Beispiele finden lassen, die ästhetisches Wissen über die Verschränkung von Materialität und Sinn hervorbringen. Diese Hypothesen sollen in dem Seminar anhand theater- und medientheoretischer Texte diskutiert werden. Das Seminar findet in Form von Zoom-Konferenzen statt, die sich mit Textarbeit in Online-Diskussionsforen abwechseln. Bemerkung: NB: Alle Seminarteilnehmer_innen müssen in der ersten Sitzung anwesend sein. Ein über Agnes zugeteilter Seminarplatz geht bei unentschuldigter Abwesenheit in der ersten Sitzung verloren. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul II: Mediendramaturgie und Medienperformanz" statt.


Modul V - Digitale Medien (10 LP)

Täglich 366 Minuten Online. Einführung in Digitalität & Machtkritik

Veranstaltungsnummer: 53527
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Laut der im Oktober 2019 veröffentlichten ARD/ZDF-Onlinestudie liegt bei 14- bis 29-jährigen die tägliche Internet-Nutzungszeit in Deutschland durchschnittlich bei 366 Minuten! Im Seminar befassen wir uns mit den vielfältigen Aspekten dieses Medienkonsums aus unterschiedlichen medienwissenschaftlichen Perspektiven. Anlass einer tiefergehenden medienarchäologischen Untersuchung ist der sogenannte Datenextraktivismus, das heißt die kommerzielle Verwertung der Interaktionen, die wir tagtäglich „im Internet” tätigen. Wir werden beim Web-Browser beginnen. Wir werden Kommunikationsprotokolle analysieren, Datenpakete verfolgen, elektromagnetische Infosphären sonifizieren, die Grundprinzipien des maschinellen Lernens lernen, Suchmaschinen, Streaming-Plattformen wie Spotify und Instant-Messaging untersuchen. Dabei lesen wir einschlägige medienwissenschaftliche Literatur zum Thema. Literatur: nur eine Auswahl, die vollständige Liste liegt auf moodle: Wendy Hui Kyong Chun, „Queerying Homophily. Muster der Netzwerkanalyse“, Zeitschrift für Medienwissenschaft 18, Nr. 1 (2018): 131–48, https://mediarep.org/handle/doc/2669. Bemerkung: Die Ankündigungen und die Arbeit im Seminar basiert vollständig auf Moodle und daraus folgenden Online-Anwendungen. Um die 3LP zu erhalten muss zu jedem Sitzungstermin jeweils ein “One-Minute-Paper” verfasst werden. Hinzu kommt die Übernahme einer “Lese-Verantwortung/ Mitgestaltung für eine bestimmte Sitzung kombiniert mit einem kurzen Essay oder Praxisbericht als Text- (ca. 12000 Zeichen ohne Leerzeichen), Ton- oder Videodatei (12-15min, min. 50% Sprachanteil). Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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Modul VI - Projektmodul (10 LP)

Medientechnisches Praktikum

Veranstaltungsnummer: 53537
Leistungspunkte: 0
Lehrende/r: Ingolf Haedicke
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Präsenzveranstaltung
 
Fernab des regulären Arbeitsalltags eines Studierenden der Medienwissenschaft, bietet diese Projektarbeit die Möglichkeit, praktisch an Geräten zu forschen. Unter Anleitung werden Teilnehmer selbst zu Lötkolben und Schraubendreher greifen, um beispielsweise Morse-Apparat, Schwebungssummer, drahtgebundene oder drahtlose Funkstrecken (nach) zu bauen. Eigens dafür wurde eine Werkstatt eingerichtet. Teilnehmern wird somit nicht nur ein wortwörtlicher Einblick in Geräte, vornehmlich der Nachrichtentechnik sowie Schall – bzw. Bildspeicherung (Geschichte, Funktionsweise, Fehlerbehebung) geboten. Ebenso bietet dieses Praktikum die Möglichkeit, Demonstrationsmodelle für Referate zu Seminaren der Musik- und Medienwissenschaft anzufertigen. Wer ein Gerät selbst gebaut hat, wird die Funktionsweise desselbigen nicht so schnell vergessen und, - überhaupt erst verstehen. Bemerkung: Elektrotechnische Vorkenntnisse sind nicht von Nöten. Eine Teilnahme kann sowohl regelmäßig, als auch sporadisch projektgebunden erfolgen und ist je nach Zeit der Studierenden auch an anderen Tagen und Stunden möglich. Der Teilnahmewunsch wird schriftlich per E-Mail an gestellt. Weitere Informationen zu Ort und Zeit folgen nach Anmeldung
 
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Anmeldung per EMail


Assemblerprogrammierung für Medienwissenschaftler

Veranstaltungsnummer: 53535
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Die Kenntnis von Assembler ist für ein grundlegendes Verständnis des Digitalcomputers als Medium unerlässlich. Allein mittels maschinennaher Programmierung lassen sich seine Hardwarefunktionen und Leistungsmerkmale – ungefiltert durch Betriebssystembarrieren und Konzepte höherer Programmiersprachen – direkt „adressieren“. Insbesondere zeitkritische Anwendungen im sogenannten Multimedia-Bereich werden erst auf dieser Ebene realisierbar. An einer einfachen 8-Bit-Architektur (MOS 6502) sollen daher die Grundlagen der Assembler-Programmierung vor dem Hintergrund medienwissenschaftlicher Fragestellungen schrittweise erlernt werden. Gemeinsam wird dabei im Verlauf des Semester ein Computerspiel entwickelt. Die hierfür erworbenen Kenntnisse (Grafikprogrammierung, Ein-/Ausgabe-Kontrolle, Algorithmenentwurf für Spielphysik) können dann in eigenen Programmierprojekten eingesetzt werden. Kenntnisse in Computerprogrammierung sind nicht erforderlich, sondern werden während der Konsultationsstunden vermittelt. Die notwendige Literatur sowie Computer werden vom Institut bereitgestellt. Bemerkung: Für einen Projektschein muss ein selbst geschriebenes Assemblerprogramm erstellt und in einem Projektbericht (BA: 10-15 Seiten, MA: max. 10 Seiten) medienwissenschaftlich reflektiert werden. Prüfung: Projektbericht
 
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BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Tutorium Medientheater

Veranstaltungsnummer: 53533
Leistungspunkte: 0
Lehrende/r: Walter Schilling
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Tutorium ergänzt die beiden Projektseminare des Medientheaters von Herrn Dr. Leitner (53530, »Konzept Medientheater«) und Frau Dr. Leeker (53531, »Be-in! und Be-happy!«), die in diesem Semester eine gemeinsame Aufführung planen. Um sich hierfür besser vernetzen und austauschen zu können, bietet das Tutorium ein Forum für alle Studierende.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt.


Be-in! und Be-happy!. Speculation-Lab zur Faszinationsgeschichte digitaler Kulturen

Veranstaltungsnummer: 53531
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: PD Dr. Martina Leeker
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Theater und Performance mit digitalen Technologien und Medien haben seit den 1960er Jahren einen großen Anteil daran, digitale Kulturen mit einer Faszinationsgeschichte zu versehen. In dieser werden zum einen technische Dinge zu Ko-Agierenden. Zum anderen kommt es durch Anleihen bei spiritistischen Traditionen oder durch drogenlastige Techno-Partys in der amerikanischen Counterculture zu Nobilitierungen von Technologie. Sie sollen nicht nur die Fehleranfälligkeit und Begrenztheit des Technischen verdecken, sondern auch das Bewusstsein des Menschen erweitern und so die bürgerlich-rationalistische Welt aus den Angeln heben und verbessern können. In zeitgenössischen digitalen Kulturen werden in Theater und Performance diese Narrative fortgesetzt und zu einer posthumanen Existenz und Gesellschaft geführt. Im Projektseminar wird diese Geschichte rekonstruiert und im Hinblick auf die Anerkennung der zum Totalen tendierenden Konnektivität digitaler Kulturen analysiert. Auf dieser Grundlage entsteht ein praktisches Projekt in Form einer performativen Ausstellung/eines Lab, in dem der Imperative zum fröhlichen Be-in so angepriesen wird, dass dessen gouvernementalen Aspekte von Besucher_innen entdeckt und reflektiert werden können.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Konzept Medientheater

Veranstaltungsnummer: 53530
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Medientheater am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft kann und soll von den Studierenden als Labor für medienkünstlerische Performances genutzt werden. Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, in einem Theater Medien zum Thema zu machen? Und wie lassen sich diese Möglichkeiten realisieren, wenn das Medientheater auch im Wintersemester — wie bereits im zurückliegenden Sommersemester — in den virtuellen Raum des WWW verlegt werden muss? Im Rahmen des Seminars werden Ansätze hierzu diskutiert. Ausgangspunkt hierfür sollen in diesem Semester theoretische (medienwissenschaftliche und kulturphilosophische) Texte sein, die als Material etwa für szenische Lesungen oder Klanginstallationen genutzt werden. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Teilnehmer_innen eigene medienkünstlerische Projekte, die entweder live im Medientheater oder online gezeigt werden. (Die Präsentationsform hängt vom Stand der Pandemie ab — ebenso wie der Modus der wöchentlichen Seminartreffen, die entweder im Medientheater oder als Zoom-Konferenz stattfinden.) Die Teilnehmer_innen sollten ausreichend Zeit für die eigenständige Projektarbeit einplanen! Es wird ihnen daher empfohlen, auch das begleitende »Tutorium Medientheater« (53533), Leitung: Walter Schilling, zu besuchen, montags von 10 bis 12 Uhr. Es bietet ein Forum, um sich für die vertiefte Arbeit an den Projekten zu vernetzen. Bemerkung: NB: Alle Seminarteilnehmer_innen müssen in der ersten Sitzung anwesend sein. Ein über Agnes zugeteilter Seminarplatz geht bei unentschuldigter Abwesenheit in der ersten Sitzung verloren.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Dokumentarisches Erzählen in Radio und Podcast

Veranstaltungsnummer: 53524
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Massimo Maio
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Mikrofone fangen die Wirklichkeit ein. Weltbewegendes und Subtiles, Gesellschaftliches und Persönliches, Eindeutiges und Verborgenes. Audio-Autor*innen sammeln Geräusche und Gespräche, Sprache und Gedanken. Sie ordnen, schneiden und gestalten. Sie erzählen Geschichten, lassen das Material für sich sprechen und mischen sich hörbar ein. Für Radio oder Podcast. Für eine lange Doku, ein kurzes Feature, eine ganze Serie. Ziel dieses Praxis-Seminars ist die Entwicklung und Umsetzung eigener Radio- und Podcast-Ideen. Der Fokus liegt vor allem auf den Schnittstellen zwischen künstlerischen, dokumentarischen, journalistischen und fiktiven Formaten. Alles, was auf dem weiten Feld zwischen Feature, Doku-Serie, Podcast-Reihe, Hörspiel und Klangkunst wachsen könnte. All das, was Lust am akustischen Einfangen, Gestalten und Erzählen hat. Arbeiten, die in diesem Seminar entstehen, können je nach Länge und Format im Rahmen des Campusradios couchFM ausgestrahlt werden (die Redaktion von couchFM behält sich eine Auswahl vor). Bemerkung: Voraussetzung: Eigene Idee für ein Radio- oder Podcastprojekt, das im Seminar konkretisiert und umgesetzt werden kann.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Modul VII - Wissen über Medien (ÜWP Modul) (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul VIII - Medien des Wissens (ÜWP Modul) (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul IX - Medienwissenschaft in der Praxis (ÜWP Modul) (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul X - Campus Radio - Programm und Produktion (ÜWP Modul) (5 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

 

Master Studiengang

Modul I - Medientheorien (10 LP)

Mensch-Maschine-Kopplung

Veranstaltungsnummer: 53506
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Medienepistemologie sucht die klassische Kybernetik gleichzeitig archivisch aufzuarbeiten und zu reaktualisieren. "Einzelne Lehrstühle und Institute führen das kybernetische Wissen und die spezifische Art zu arbeiten bis heute fort, allerdings in den seltensten Fällen unter dem Namen „Kybernetik“ (Aumann 2015: 34). An der Humboldt-Universität heißt dieser Lehrstuhl "Medientheorien" (man achte auf das durch Rahmung als Zitat ausgewiesene Schild INSTITUT FÜR KYBERNETIK am Ort der hiesigen Medienwissenschaft). Eine zentrale kybernetische Denk- und Operationsfigur sind die Kopplungen von Mensch und Maschine. Diese Verbindungen werden nicht nur theoretisch, sondern von der Logik technischen Denkens (dem Technológos) selbst hergestellt: Verschaltungen. Literatur: Wörterbuch der Kybernetik, hg. v. Georg Klaus / Heinz Liebscher, 2 Bde, Frankfurt / M. (Fischer) 1969; Horst Völz, Das Mensch-Technik-System. Physiologische, physikalische und technische Grundlagen - Hardware und Software, Renningen-Malmsheim (expert-Verl.) / Wien (Linde) 1999; David A. Mindell, Between Human and Machine. Feedback, Control, and Computing before Cybernetics, Baltimore / London (Johns Hopkins University Press) 2004; Philipp Aumann, Neues Denken in Wissenschaft und Gesellschaft: Die Kybernetik in der Mitte des 20. Jahrhunderts, in: S. Jeschke et al. (Hg.), Exploring Cybernetics, Wiesbaden (Springer Fachmedien) 2015, 21-44. Bemerkung: Neben regelmäßiger Lektüre und Teilnahme am Seminar dient die Übernahme eines basistextbezogenen Kurzreferats als Leistungsnachweis. Prüfung: MAP: Hausarbeit; Für Modulabschlußprüfungen im Anschluß an das Seminar sind Hausarbeitsthemen im Seminarplan angegeben.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


(Un-)Zeit der Digitalisierung: Techniknahe “Erdung” eines aktuellen Umbruchs in der Medienkultur

Veranstaltungsnummer: 53505
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Geradezu jubilatorisch wurde die von der pandemischen Corona-Krise beschleunigte Umstellung weiter Bereiche gesellschaftlicher Wirklichkeit auf Digitalisierung in der Generierung, Übermittlung und Speicherung von Daten realisiert – von der "Corona-App" auf Smartphones bis hin zur Online-Praxis der universitären Lehre. Die Teilnehmenden ebenso wie die distanziert Beobachtenden werden damit unversehens Zeugen einer jener "Medienumbrüche", wie sie die Kulturgeschichte ansonsten nur in Intervallen von Jahrhunderten registriert. Damit steht eine medientheoretische Diagnose geradezu in Echtzeit an. Kommt hier etwas aus gegebenem Anlass zum Durchbruch, wofür als Medienbotschaft (im Sinne McLuhans) längst schon der Boden kultiviert war? Eine ganze "social media"-Generation war durch den globalen Einsatz der Universalen Turingmaschine (konkretisiert in Smartphones) längst hinsichtlich der Einverleibung digitaler Datenströme "massiert" (erneut McLuhan). Ist die zeitweilige Pausentaste (wenn nicht gar Widerstand) gegenüber dieser umfassenden "Digitalisierung" mehr als nur eine donquichoteske Trotzreaktion, wie aus medienhistorischer Sicht der "Ritter von der traurigen Gestalt" Ausdruck der Verteidigung einer angesichts des neuen Mediums Buchdruck untergehenden spätmittelalterlichen Kultur war? Zuallererst steht im besten medienarchäologischen Sinne die "Erdung", d. h. Aufklärung der technischen Kernvorgänge im Prozeß der "Digitalisierung" welthaftiger Signale an. Verbunden ist damit auch die Herausforderung einer medienarchäologischen Kernthese: Es gibt keine Software (Kittler). Regiert vielmehr nur noch Software? Am Ende ist auch die "Unzeit der Digitalisierung" wortwörtlich zu verstehen, als die Frage nach deren technologischer, negentropischen Zeitenthobenheit. Literatur: Marshall McLuhan, Understanding Media. The Extensions of Man, New York (McGraw Hill) 1964; ders. / Quentin Fiore, Das Medium ist Massage [AO 1967], Frankfurt / M., Berlin, Wien (Ullstein) 1984; Bernard Loriferne, Analog-Digital and Digital-Analog Conversion, London / Philadelphia / Rheine (Heyden) 1982; Friedrich Kittler, Es gibt keine Software, in: ders., Draculas Vermächtnis. Technische Schriften, Leipzig (Reclam) 1993, 225-242; Timothy Scott Barker, Time and the Digital. Connecting Technology, Aesthetics, and a process Philosophy of Time, Hannover, New Hampshire (Darmouth College Press) 2012.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


Modul II - Medienhistoriografie vs. Medienarchäologie (10 LP)

Mediengeschichte als Wissensgeschichte – Begleitseminar zur Vorlesung

Veranstaltungsnummer: 53502
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Die Vorlesung Mediengeschichte als Wissensgeschichte adressiert einschlägige theoretische Positionen der Medienwissenschaft und Wissen(schaft)sgeschichte, die im Seminar gesondert gelesen und diskutiert werden. Daneben bietet das Seminar vertiefende Einblicke in das historische Quellenmaterial der Vorlesung. Studierende ergänzen die Diskussion durch eigene Recherchen zu einzelnen Medientechnologien, unter Rekonstruktion historischer Entwicklungsprozesse und Nutzungspraktiken. Bemerkung: Das Seminar wird als digitale und zeitgebundene Lehrveranstaltung angeboten. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


Von der experimentellen Epistemologie zum synthetischen Urteil: Eine Mediengeschichte der visuellen Mustererkennung

Veranstaltungsnummer: 53528
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Sebastian Kawanami-Breu
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Biomimetische Technologien, die dem visuellen Apparat von Organismen abgeschaut sind, waren einmal der Stoff von Science Fiction. Heute sind sie, im Zuge des Durchbruchs von Deep Learning und verwandten Systemen, tief in die technologische Textur unseres Lebens eingedrungen. Medienwissenschaften, die den historisch wandelbaren Bedingungen des Wahrnehmens, wie überhaupt den medialen Bedingungen unserer Rationalität auf den Grund gehen wollen, haben ein zweifaches Interesse an diesem Thema: Erstens werden wir untersuchen, wie in psychophysischen und kybernetischen Experimentalsystemen - auf den Spuren von Helmholtz & Co. - versucht wurde, das 'synthetische Apriori' der Erkenntnis in eine reproduzierbare Form zu bringen. Zweitens sollen aktuelle Anwendungsformen neuronaler Netze von ihrem ideologischen Status als 'intelligente Maschinen' befreit und als Verkörperungen medienwissenschaftlicher Probleme denkbar gemacht werden. Literatur: Matteo Pasquinelli, Vladan Joler (2020), The Nooscope Manifested. AI as Instrument of Knowledge Extractivism. https://nooscope.ai/Melanie Mitchell (2019), Artificial Intelligence. A Guide for Thinking Humans. New York: Farrar, Straus and Giroux. Dominique Cardon/ Jean-Philippe Cointet/Antoine Mazières (2018), "NEURONS SPIKE BACK. The Invention of Inductive Machines and the Artificial Intelligence Controversy" In: Réseaux 2018/5 (Nr. 211), S. 173-220. Pedro Domingos (2015), The Master Algorithm. How the Quest for the Ultimate Learning Machine Will Remake our World. New York: Basic Books. Francisco Varela (1990), Kognitionswissenschaft und Kognitionstechnik. Frankfurt/M.: Suhrkamp. Bemerkung: Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme, Referat Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


BASIC 1964-2020. Geschichte einer Programmiersprache

Veranstaltungsnummer: 53526
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Die Programmiersprache BASIC war die lingua franca der ersten Jahrzehnte der Mikrocomputer. Um sie herum hat sich eine unvergleichliche Kultur aus Unternehmen, Kunst, Szenen, Publikationen aber auch Kritiken, Gegenentwürfen und Wandlungen etabliert. Es existierte und existiert eine große Bandbreite an Dialekten und Implementierungen der Sprache, die regelrechte Sprachwandel ausgelöst und Sprachökologien hervorgebracht haben. Diese Diskurse und deren Stationen sollen beispielhaft an ausgewählten BASIC-Dialekten im Seminar erörtert werden. Neben einer theoretischen und technischen Einführung in Programmiersprachen im Allgemeinen und BASIC-Interpreter im Besonderen findet ein kontinuierlicher BASIC-Lernkurs statt, bei dem die jeweiligen Dialekte auf den Originalsystemen programmiert werden. Bemerkung: Teilnahmebedingung: Referat/Gruppenreferat Prüfung: Hausarbeit oder Projektarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


Medien der Bürokratie

Veranstaltungsnummer: 53522
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Christine von Oertzen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Wie genau regulieren Bürokratien ihr eigenes und unser Leben? Das Seminar untersucht die kleinteiligen medialen Ermöglichungsbedingungen bürokratischer Herrschaft aus historisch-epistemologischer Perspektive. Im Zentrum stehen Fragen nach der räumlichen Situierung von Büros, ihrer Möblierung, apparativen Ausstattung und personellen Besetzung, wie auch nach den medialen Genres und Schnittstellen, die bürokratische Akte und ihre AdressatInnen miteinander in Bezug setzen. Der genealogische Blick auf die materielle Kultur administrativen Handelns wird uns eine Langzeit-Perspektive auf die fragile Regelhaftigkeit von Bürokratien eröffnen, die stets neu ausgehandelt werden muss – trotz ihrer scheinbar starren Prozesshaftigkeit. Literatur: Friedrich Balke, Bernhard Siegert, Joseph Vogl (Hg.), Medien der Bürokratie. Archiv für Mediengeschichte, Paderborn (Wilhelm Fink Verlag) 2016. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
In der Prüfungsordnung 2014 findet die Veranstaltung in Modul II statt.


Mediengeschichte als Wissensgeschichte

Veranstaltungsnummer: 53501
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Ohne Medien kein Wissen, ohne Wissen keine Medien. Die Vorlesung widmet sich dieser Interdependenz von Medien und Wissen in historischer Perspektive. Anhand zentraler Medientechnologien, medialer Infrastrukturen, aber auch scheinbar randständiger und vergessener Medien wird nachgezeichnet, welches Wissen in deren Konzeption, Herstellung und Distribution eingeflossen ist und welchen Einfluss die Medien wiederum auf diverse Forschungs- und Lehrkontexte und größere epistemische Prozesse nahmen. Die Vorlesung geht auf globale und lokale Entwicklungen ein und befasst sich mit der Chronologie, Genealogie und den Zeitensprüngen von „Medienwissen“. Strukturgebend für die Lehrveranstaltung sind Medien der Selbst- und Fremdverortung, Teilung und Einordnung, Wiedergabe und Übersetzung, Nah- und Fernkommunikation, Substitution und Simulation, Gestaltung, Partizipation und Protektion. Bemerkung: Empfohlen wird außerdem der Besuch des Begleitseminars zur Vorlesung (53502). Prüfung: MAP: mündliche Prüfung
 
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Modul III - Politiken des Medialen (10 LP)

Medien- und Theaterfrauen* in der Weimarer Republik. Biographische Erkundungen

Veranstaltungsnummer: 53525
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Lotte Schüßler
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Frauen* in Theater- und Medienberufen sind heute, so scheint es, sichtbarer und produktiver als je zuvor. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung durch jahrhundertelange und noch immer andauernde Kämpfe um Gleichberechtigung von schreibenden und entwerfenden, schauspielenden und inszenierenden, filmenden, fotografierenden und organisierenden Frauen*. In diesem interdisziplinären Seminar wollen wir uns den Lebens- und Arbeitswegen solcher Frauen* zuwenden, indem wir uns auf Spurensuche in Berliner Archive begeben. Wessen Biographien verbergen sich hier? Was erzählen sie uns über die damalige, aber auch über unsere gegenwärtige Theater- und Medienlandschaft? Und wie können wir diese Biographien vor dem Hintergrund aktueller Forschungsansätze aus Theater- und Medienwissenschaft schreiben? Dabei fokussieren wir die einhundert Jahre zurückliegende Weimarer Republik, die sich durch eine äußerst produktive weibliche* Theater- und Medienkultur auszeichnet: Film und Rundfunk eröffneten neue künstlerische und technische Berufsfelder, aber auch die nun verstaatlichten bzw. kommunalisierten Theater veränderten die Arbeitsstrukturen nachhaltig. Gemeinsam mit Studierenden der Theaterwissenschaft (Freie Universität Berlin) und der Medienwissenschaft (Humboldt-Universität zu Berlin) werden wir sowohl exemplarische Biographien bearbeiten als auch die historiographische Praxis des Biographierens selbst kritisch in den Blick nehmen. Wie lässt sich biographisches Forschen für die Medien- und Theaterwissenschaft produktiv machen? Welche Perspektivierungen entstehen dabei und wie sollten wir diese reflektieren? Mit welchen interdisziplinären Methoden können unterschiedliche Lebenswege und Werke gemeinsam erforscht werden? Und wie lassen sich gendertheoretische und biographisch-narrative Ansätze miteinander verknüpfen? Literatur: zur Einführung: Angela Steidele: Poetik der Biographie. Berlin: Matthes & Seitz, 2019. Bemerkung: Das Seminar verbindet Online-Formate, die eigenständige Gruppenarbeit an einem Biographie-Projekt und Präsenzsitzungen. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden im Rahmen des Seminars sowie auf einem Workshop mit Nachwuchswissenschaftler*innen im Sommersemester 2021 präsentiert. Zudem ist eine Publikation der Forschungsergebnisse vorgesehen. Aufgrund der Teilnahmebegrenzung bitten wir zur Anmeldung um eine kurze Begründung (2–3 Sätze), mit der Sie Ihr Interesse am Seminar bekunden. Bitte senden Sie diese bis zum 2. November, 24.00 Uhr an: und . Prüfung: MAP: Projektarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
Anmeldung per EMail


Medien der Bürokratie

Veranstaltungsnummer: 53522
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Christine von Oertzen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Wie genau regulieren Bürokratien ihr eigenes und unser Leben? Das Seminar untersucht die kleinteiligen medialen Ermöglichungsbedingungen bürokratischer Herrschaft aus historisch-epistemologischer Perspektive. Im Zentrum stehen Fragen nach der räumlichen Situierung von Büros, ihrer Möblierung, apparativen Ausstattung und personellen Besetzung, wie auch nach den medialen Genres und Schnittstellen, die bürokratische Akte und ihre AdressatInnen miteinander in Bezug setzen. Der genealogische Blick auf die materielle Kultur administrativen Handelns wird uns eine Langzeit-Perspektive auf die fragile Regelhaftigkeit von Bürokratien eröffnen, die stets neu ausgehandelt werden muss – trotz ihrer scheinbar starren Prozesshaftigkeit. Literatur: Friedrich Balke, Bernhard Siegert, Joseph Vogl (Hg.), Medien der Bürokratie. Archiv für Mediengeschichte, Paderborn (Wilhelm Fink Verlag) 2016. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
In der Prüfungsordnung 2014 findet die Veranstaltung in Modul II statt.


Modul IV - Mediendramaturgie und Medienästhetik (10 LP)

Mediologie des Raums in ästhetischer und dramaturgischer Perspektive

Veranstaltungsnummer: 53500
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: PD Dr. Eleonore Kalisch
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Die Computerrevolution hat auch neue Zugänge zur Raumproblematik in kommunikationstechnologischer, soziokultureller, ästhetischer und philosophischer Hinsicht eröffnet. Sie hat auch einer vergleichenden Mediendramaturgie den Weg gebahnt, die an neuen medialen Formen von Agency und interaktiver Spectatorship ansetzt. Im Seminar wird gefragt, welche digital erzeugbaren Raumstrukturen möglich geworden sind und wie sich Raumpraktiken in unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten, Gestaltungsbereichen und Darstellungsformen verändert haben. Schwerpunkte des Seminars sind: (1) Relationsraum versus Containerraum. Der alte Raumbegriff eines allumfassenden Behälters ist durch den Relationsraum der Lagebeziehungen zwischen Körpern, inbegriffen der selbstbewegten und „beseelten“ Körper namens Mensch überwunden worden. Die hieraus oft abgeleitete verabsolutierte Entgegensetzung von Containerraum und Relationsraum wird durch die zeitgenössische Architektur problematisiert (vgl. Gehry, Eisenman, Lynn). (2) Urbane Raumpraktiken. In der Praxis erweist sich, in welchem Maße analoge und digitale Raumbildungen und Raumpraktiken ineinandergreifen. Dies wird an Beispielen urbaner Raumpraktiken in unterschiedlichen Aktivitäts- und Darstellungsformen behandelt: Distanzregulation gegen Overcrowding (räumlicher Abstand in Zeiten der Corona-Pandemie); Street Art als Alternate Reality Game – Banksy; ikonische Gebäude (Gehry, Guggenheim-Museum Bilbao). (3) Digitale Raumrevolution. Head Mounted Display, Computersimulationen, Raumexplorationen im 360 Grad-Film, digital/analog: Die Welt als Algorithmus und digitaler Schein etc. Bemerkung: Leistungsnachweise: Protokoll Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
In der Prüfungsordung 2014 findet diese Veranstaltung in den Modulen IV und VIII statt.


Modul V - Digitale Medien (10 LP)

Kulturgeschichte der Digitalisierung

Veranstaltungsnummer: 53517
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: PD Dr. Stefan Münker
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Der Siegeszug der Computer in all ihren Formen hat einen Wandel bewirkt, der mittlerweile alle gesellschaftlichen Bereiche durchdrungen hat. Oft wird dieser Wandel als Zäsur, ja als Revolution gedeutet, die einen radikalen Bruch sozialer, politischer, ökonomischer, kultureller und auch privater Praktiken erzwingt. Doch so richtig es ist, dass die digitale Technik nachhaltige und grundlegende Veränderungen hervorgebracht hat (und noch hervorbringen wird), so irreführend ist die Deutung des digitalen Wandelns als Zäsur: Tatsächlich ist die Digitalisierung eine sehr alte Kulturtechnik, die bereits der Entstehung der Alphabetschrift oder der Zahlensysteme zugrunde liegt, und in der Zivilisationsgeschichte auch vor der Erfindung binär-rechnender Maschinen Spuren hinterlassen hat. Das Seminar will zweierlei leisten: Es will an ausgewählten Beispielen die historischen Ursprünge der Digitalisierung freilegen und ihre Auswirkungen auch in vormodernen Zeiten verfolgen; und es wird an aktuellen Fallbeispielen (und auf der Basis neuester Publikationen) zeigen, inwiefern die digitale Technik der Computer der Gegenwart Antworten auf Probleme gibt, die sich vor allem in der Moderne seit etwa 200 Jahren herausgebildet haben. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
In der Prüfungsordung 2014 findet diese Veranstaltung in den Modulen III und VI statt.


Kritik der »reinen« Computatio(n)

Veranstaltungsnummer: 53515
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Im Zuge einer „kritischen” Medienwissenschaft legt die Vorlesung eine umfassende Zerlegung von Computation in seine mannigfaltigen Aspekte, wie das Licht von einem optischen Prisma in einzelne Farben zerlegt wird, vor. Das Wort Kritik ist etymologisch mit Altgriechisch krinein (teilen, zerlegen, urteilen, unterscheiden) verwandt. Die Vorlesung befasst sich mit der These inwiefern Computation bzw. Computing nicht nur eine technologische Angelegenheit ist, sondern auch rhetorische Aspekte beinhaltet. Computation wäre dann nicht nur eine rein epistemologische Sache, sondern ist mit Überzeugungstechniken gekoppelt. Keine reine Erkenntnisfrage mehr, sondern eine Frage der Machtverhältnisse, der Kognition, der Wahrnehmung, der Kultur und Geschichte. Literatur: Foucault, Michel. „Was ist Aufklärung?“ In Ethos der Moderne. Foucaults Kritik der Aufklärung, herausgegeben von Eva Erdmann, Rainer Forst, und Axel Honneth, 35–53. Frankfurt: Campus, 1990. Gaboury, Jacob. „Critical Unmaking. Toward a Queer Computation“. In The Routledge Companion to Media Studies and Digital Humanities, herausgegeben von Jentery Sayers, 483–91. New York: Routledge, 2018. https://escholarship.org/uc/item/0cq870wh Miyazaki, Shintaro: Critical re-modelling of algorithm-driven intelligence as commonist media practice. In: NECSUS_European Journal of Media Studies. #intelligence, Jg. 9 (2020-07-06), Nr. 1, S. 237–257. https://mediarep.org/handle/doc/15278 Bemerkung: Die Vorlesungen werden aufgezeichnet und dann zum asynchronen Abruf respektive Download unter Moodle bereitgestellt. Erwartet wird ein ″One-Minute-Paper” für jede Vorlesung (wöchentlich) plus ein 2-3 seitiges »Testat«/Essay/Text (als Zusammenfassung, kritischer Kommentar, oder ergänzende Gedanken) am Ende mit der die HörerInnen ihre Teilnahme an den Vorlesungen schriftlich und inhaltlich belegen. Die Texte müssen auf Moodle hochgeladen werden.
 
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Modul VI - Vertiefung Medienepistemologie, -archäologie und -historiografie (10 LP)

Mediengeschichte als Wissensgeschichte – Begleitseminar zur Vorlesung

Veranstaltungsnummer: 53502
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Die Vorlesung Mediengeschichte als Wissensgeschichte adressiert einschlägige theoretische Positionen der Medienwissenschaft und Wissen(schaft)sgeschichte, die im Seminar gesondert gelesen und diskutiert werden. Daneben bietet das Seminar vertiefende Einblicke in das historische Quellenmaterial der Vorlesung. Studierende ergänzen die Diskussion durch eigene Recherchen zu einzelnen Medientechnologien, unter Rekonstruktion historischer Entwicklungsprozesse und Nutzungspraktiken. Bemerkung: Das Seminar wird als digitale und zeitgebundene Lehrveranstaltung angeboten. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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Kulturgeschichte der Digitalisierung

Veranstaltungsnummer: 53517
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: PD Dr. Stefan Münker
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Der Siegeszug der Computer in all ihren Formen hat einen Wandel bewirkt, der mittlerweile alle gesellschaftlichen Bereiche durchdrungen hat. Oft wird dieser Wandel als Zäsur, ja als Revolution gedeutet, die einen radikalen Bruch sozialer, politischer, ökonomischer, kultureller und auch privater Praktiken erzwingt. Doch so richtig es ist, dass die digitale Technik nachhaltige und grundlegende Veränderungen hervorgebracht hat (und noch hervorbringen wird), so irreführend ist die Deutung des digitalen Wandelns als Zäsur: Tatsächlich ist die Digitalisierung eine sehr alte Kulturtechnik, die bereits der Entstehung der Alphabetschrift oder der Zahlensysteme zugrunde liegt, und in der Zivilisationsgeschichte auch vor der Erfindung binär-rechnender Maschinen Spuren hinterlassen hat. Das Seminar will zweierlei leisten: Es will an ausgewählten Beispielen die historischen Ursprünge der Digitalisierung freilegen und ihre Auswirkungen auch in vormodernen Zeiten verfolgen; und es wird an aktuellen Fallbeispielen (und auf der Basis neuester Publikationen) zeigen, inwiefern die digitale Technik der Computer der Gegenwart Antworten auf Probleme gibt, die sich vor allem in der Moderne seit etwa 200 Jahren herausgebildet haben. Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
In der Prüfungsordung 2014 findet diese Veranstaltung in den Modulen III und VI statt.


Von der experimentellen Epistemologie zum synthetischen Urteil: Eine Mediengeschichte der visuellen Mustererkennung

Veranstaltungsnummer: 53528
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Sebastian Kawanami-Breu
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Biomimetische Technologien, die dem visuellen Apparat von Organismen abgeschaut sind, waren einmal der Stoff von Science Fiction. Heute sind sie, im Zuge des Durchbruchs von Deep Learning und verwandten Systemen, tief in die technologische Textur unseres Lebens eingedrungen. Medienwissenschaften, die den historisch wandelbaren Bedingungen des Wahrnehmens, wie überhaupt den medialen Bedingungen unserer Rationalität auf den Grund gehen wollen, haben ein zweifaches Interesse an diesem Thema: Erstens werden wir untersuchen, wie in psychophysischen und kybernetischen Experimentalsystemen - auf den Spuren von Helmholtz & Co. - versucht wurde, das 'synthetische Apriori' der Erkenntnis in eine reproduzierbare Form zu bringen. Zweitens sollen aktuelle Anwendungsformen neuronaler Netze von ihrem ideologischen Status als 'intelligente Maschinen' befreit und als Verkörperungen medienwissenschaftlicher Probleme denkbar gemacht werden. Literatur: Matteo Pasquinelli, Vladan Joler (2020), The Nooscope Manifested. AI as Instrument of Knowledge Extractivism. https://nooscope.ai/Melanie Mitchell (2019), Artificial Intelligence. A Guide for Thinking Humans. New York: Farrar, Straus and Giroux. Dominique Cardon/ Jean-Philippe Cointet/Antoine Mazières (2018), "NEURONS SPIKE BACK. The Invention of Inductive Machines and the Artificial Intelligence Controversy" In: Réseaux 2018/5 (Nr. 211), S. 173-220. Pedro Domingos (2015), The Master Algorithm. How the Quest for the Ultimate Learning Machine Will Remake our World. New York: Basic Books. Francisco Varela (1990), Kognitionswissenschaft und Kognitionstechnik. Frankfurt/M.: Suhrkamp. Bemerkung: Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme, Referat Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


BASIC 1964-2020. Geschichte einer Programmiersprache

Veranstaltungsnummer: 53526
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Die Programmiersprache BASIC war die lingua franca der ersten Jahrzehnte der Mikrocomputer. Um sie herum hat sich eine unvergleichliche Kultur aus Unternehmen, Kunst, Szenen, Publikationen aber auch Kritiken, Gegenentwürfen und Wandlungen etabliert. Es existierte und existiert eine große Bandbreite an Dialekten und Implementierungen der Sprache, die regelrechte Sprachwandel ausgelöst und Sprachökologien hervorgebracht haben. Diese Diskurse und deren Stationen sollen beispielhaft an ausgewählten BASIC-Dialekten im Seminar erörtert werden. Neben einer theoretischen und technischen Einführung in Programmiersprachen im Allgemeinen und BASIC-Interpreter im Besonderen findet ein kontinuierlicher BASIC-Lernkurs statt, bei dem die jeweiligen Dialekte auf den Originalsystemen programmiert werden. Bemerkung: Teilnahmebedingung: Referat/Gruppenreferat Prüfung: Hausarbeit oder Projektarbeit
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


Mediengeschichte als Wissensgeschichte

Veranstaltungsnummer: 53501
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Ohne Medien kein Wissen, ohne Wissen keine Medien. Die Vorlesung widmet sich dieser Interdependenz von Medien und Wissen in historischer Perspektive. Anhand zentraler Medientechnologien, medialer Infrastrukturen, aber auch scheinbar randständiger und vergessener Medien wird nachgezeichnet, welches Wissen in deren Konzeption, Herstellung und Distribution eingeflossen ist und welchen Einfluss die Medien wiederum auf diverse Forschungs- und Lehrkontexte und größere epistemische Prozesse nahmen. Die Vorlesung geht auf globale und lokale Entwicklungen ein und befasst sich mit der Chronologie, Genealogie und den Zeitensprüngen von „Medienwissen“. Strukturgebend für die Lehrveranstaltung sind Medien der Selbst- und Fremdverortung, Teilung und Einordnung, Wiedergabe und Übersetzung, Nah- und Fernkommunikation, Substitution und Simulation, Gestaltung, Partizipation und Protektion. Bemerkung: Empfohlen wird außerdem der Besuch des Begleitseminars zur Vorlesung (53502). Prüfung: MAP: mündliche Prüfung
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


Mensch-Maschine-Kopplung

Veranstaltungsnummer: 53506
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Medienepistemologie sucht die klassische Kybernetik gleichzeitig archivisch aufzuarbeiten und zu reaktualisieren. "Einzelne Lehrstühle und Institute führen das kybernetische Wissen und die spezifische Art zu arbeiten bis heute fort, allerdings in den seltensten Fällen unter dem Namen „Kybernetik“ (Aumann 2015: 34). An der Humboldt-Universität heißt dieser Lehrstuhl "Medientheorien" (man achte auf das durch Rahmung als Zitat ausgewiesene Schild INSTITUT FÜR KYBERNETIK am Ort der hiesigen Medienwissenschaft). Eine zentrale kybernetische Denk- und Operationsfigur sind die Kopplungen von Mensch und Maschine. Diese Verbindungen werden nicht nur theoretisch, sondern von der Logik technischen Denkens (dem Technológos) selbst hergestellt: Verschaltungen. Literatur: Wörterbuch der Kybernetik, hg. v. Georg Klaus / Heinz Liebscher, 2 Bde, Frankfurt / M. (Fischer) 1969; Horst Völz, Das Mensch-Technik-System. Physiologische, physikalische und technische Grundlagen - Hardware und Software, Renningen-Malmsheim (expert-Verl.) / Wien (Linde) 1999; David A. Mindell, Between Human and Machine. Feedback, Control, and Computing before Cybernetics, Baltimore / London (Johns Hopkins University Press) 2004; Philipp Aumann, Neues Denken in Wissenschaft und Gesellschaft: Die Kybernetik in der Mitte des 20. Jahrhunderts, in: S. Jeschke et al. (Hg.), Exploring Cybernetics, Wiesbaden (Springer Fachmedien) 2015, 21-44. Bemerkung: Neben regelmäßiger Lektüre und Teilnahme am Seminar dient die Übernahme eines basistextbezogenen Kurzreferats als Leistungsnachweis. Prüfung: MAP: Hausarbeit; Für Modulabschlußprüfungen im Anschluß an das Seminar sind Hausarbeitsthemen im Seminarplan angegeben.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


(Un-)Zeit der Digitalisierung: Techniknahe “Erdung” eines aktuellen Umbruchs in der Medienkultur

Veranstaltungsnummer: 53505
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Geradezu jubilatorisch wurde die von der pandemischen Corona-Krise beschleunigte Umstellung weiter Bereiche gesellschaftlicher Wirklichkeit auf Digitalisierung in der Generierung, Übermittlung und Speicherung von Daten realisiert – von der "Corona-App" auf Smartphones bis hin zur Online-Praxis der universitären Lehre. Die Teilnehmenden ebenso wie die distanziert Beobachtenden werden damit unversehens Zeugen einer jener "Medienumbrüche", wie sie die Kulturgeschichte ansonsten nur in Intervallen von Jahrhunderten registriert. Damit steht eine medientheoretische Diagnose geradezu in Echtzeit an. Kommt hier etwas aus gegebenem Anlass zum Durchbruch, wofür als Medienbotschaft (im Sinne McLuhans) längst schon der Boden kultiviert war? Eine ganze "social media"-Generation war durch den globalen Einsatz der Universalen Turingmaschine (konkretisiert in Smartphones) längst hinsichtlich der Einverleibung digitaler Datenströme "massiert" (erneut McLuhan). Ist die zeitweilige Pausentaste (wenn nicht gar Widerstand) gegenüber dieser umfassenden "Digitalisierung" mehr als nur eine donquichoteske Trotzreaktion, wie aus medienhistorischer Sicht der "Ritter von der traurigen Gestalt" Ausdruck der Verteidigung einer angesichts des neuen Mediums Buchdruck untergehenden spätmittelalterlichen Kultur war? Zuallererst steht im besten medienarchäologischen Sinne die "Erdung", d. h. Aufklärung der technischen Kernvorgänge im Prozeß der "Digitalisierung" welthaftiger Signale an. Verbunden ist damit auch die Herausforderung einer medienarchäologischen Kernthese: Es gibt keine Software (Kittler). Regiert vielmehr nur noch Software? Am Ende ist auch die "Unzeit der Digitalisierung" wortwörtlich zu verstehen, als die Frage nach deren technologischer, negentropischen Zeitenthobenheit. Literatur: Marshall McLuhan, Understanding Media. The Extensions of Man, New York (McGraw Hill) 1964; ders. / Quentin Fiore, Das Medium ist Massage [AO 1967], Frankfurt / M., Berlin, Wien (Ullstein) 1984; Bernard Loriferne, Analog-Digital and Digital-Analog Conversion, London / Philadelphia / Rheine (Heyden) 1982; Friedrich Kittler, Es gibt keine Software, in: ders., Draculas Vermächtnis. Technische Schriften, Leipzig (Reclam) 1993, 225-242; Timothy Scott Barker, Time and the Digital. Connecting Technology, Aesthetics, and a process Philosophy of Time, Hannover, New Hampshire (Darmouth College Press) 2012.
 
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Modul VII - Vertiefung Angewandte Medienwissenschaft (Digitale Medien, Mediendramaturgie) (10 LP)

Kritik der »reinen« Computatio(n)

Veranstaltungsnummer: 53515
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Im Zuge einer „kritischen” Medienwissenschaft legt die Vorlesung eine umfassende Zerlegung von Computation in seine mannigfaltigen Aspekte, wie das Licht von einem optischen Prisma in einzelne Farben zerlegt wird, vor. Das Wort Kritik ist etymologisch mit Altgriechisch krinein (teilen, zerlegen, urteilen, unterscheiden) verwandt. Die Vorlesung befasst sich mit der These inwiefern Computation bzw. Computing nicht nur eine technologische Angelegenheit ist, sondern auch rhetorische Aspekte beinhaltet. Computation wäre dann nicht nur eine rein epistemologische Sache, sondern ist mit Überzeugungstechniken gekoppelt. Keine reine Erkenntnisfrage mehr, sondern eine Frage der Machtverhältnisse, der Kognition, der Wahrnehmung, der Kultur und Geschichte. Literatur: Foucault, Michel. „Was ist Aufklärung?“ In Ethos der Moderne. Foucaults Kritik der Aufklärung, herausgegeben von Eva Erdmann, Rainer Forst, und Axel Honneth, 35–53. Frankfurt: Campus, 1990. Gaboury, Jacob. „Critical Unmaking. Toward a Queer Computation“. In The Routledge Companion to Media Studies and Digital Humanities, herausgegeben von Jentery Sayers, 483–91. New York: Routledge, 2018. https://escholarship.org/uc/item/0cq870wh Miyazaki, Shintaro: Critical re-modelling of algorithm-driven intelligence as commonist media practice. In: NECSUS_European Journal of Media Studies. #intelligence, Jg. 9 (2020-07-06), Nr. 1, S. 237–257. https://mediarep.org/handle/doc/15278 Bemerkung: Die Vorlesungen werden aufgezeichnet und dann zum asynchronen Abruf respektive Download unter Moodle bereitgestellt. Erwartet wird ein ″One-Minute-Paper” für jede Vorlesung (wöchentlich) plus ein 2-3 seitiges »Testat«/Essay/Text (als Zusammenfassung, kritischer Kommentar, oder ergänzende Gedanken) am Ende mit der die HörerInnen ihre Teilnahme an den Vorlesungen schriftlich und inhaltlich belegen. Die Texte müssen auf Moodle hochgeladen werden.
 
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Mediologie des Raums in ästhetischer und dramaturgischer Perspektive

Veranstaltungsnummer: 53500
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: PD Dr. Eleonore Kalisch
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Die Computerrevolution hat auch neue Zugänge zur Raumproblematik in kommunikationstechnologischer, soziokultureller, ästhetischer und philosophischer Hinsicht eröffnet. Sie hat auch einer vergleichenden Mediendramaturgie den Weg gebahnt, die an neuen medialen Formen von Agency und interaktiver Spectatorship ansetzt. Im Seminar wird gefragt, welche digital erzeugbaren Raumstrukturen möglich geworden sind und wie sich Raumpraktiken in unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten, Gestaltungsbereichen und Darstellungsformen verändert haben. Schwerpunkte des Seminars sind: (1) Relationsraum versus Containerraum. Der alte Raumbegriff eines allumfassenden Behälters ist durch den Relationsraum der Lagebeziehungen zwischen Körpern, inbegriffen der selbstbewegten und „beseelten“ Körper namens Mensch überwunden worden. Die hieraus oft abgeleitete verabsolutierte Entgegensetzung von Containerraum und Relationsraum wird durch die zeitgenössische Architektur problematisiert (vgl. Gehry, Eisenman, Lynn). (2) Urbane Raumpraktiken. In der Praxis erweist sich, in welchem Maße analoge und digitale Raumbildungen und Raumpraktiken ineinandergreifen. Dies wird an Beispielen urbaner Raumpraktiken in unterschiedlichen Aktivitäts- und Darstellungsformen behandelt: Distanzregulation gegen Overcrowding (räumlicher Abstand in Zeiten der Corona-Pandemie); Street Art als Alternate Reality Game – Banksy; ikonische Gebäude (Gehry, Guggenheim-Museum Bilbao). (3) Digitale Raumrevolution. Head Mounted Display, Computersimulationen, Raumexplorationen im 360 Grad-Film, digital/analog: Die Welt als Algorithmus und digitaler Schein etc. Bemerkung: Leistungsnachweise: Protokoll Prüfung: MAP: Hausarbeit
 
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In der Prüfungsordung 2014 findet diese Veranstaltung in den Modulen IV und VIII statt.


Modul VIII - Projektmodul (10 LP)

Assemblerprogrammierung für Medienwissenschaftler

Veranstaltungsnummer: 53535
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Dr. Stefan Höltgen
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Die Kenntnis von Assembler ist für ein grundlegendes Verständnis des Digitalcomputers als Medium unerlässlich. Allein mittels maschinennaher Programmierung lassen sich seine Hardwarefunktionen und Leistungsmerkmale – ungefiltert durch Betriebssystembarrieren und Konzepte höherer Programmiersprachen – direkt „adressieren“. Insbesondere zeitkritische Anwendungen im sogenannten Multimedia-Bereich werden erst auf dieser Ebene realisierbar. An einer einfachen 8-Bit-Architektur (MOS 6502) sollen daher die Grundlagen der Assembler-Programmierung vor dem Hintergrund medienwissenschaftlicher Fragestellungen schrittweise erlernt werden. Gemeinsam wird dabei im Verlauf des Semester ein Computerspiel entwickelt. Die hierfür erworbenen Kenntnisse (Grafikprogrammierung, Ein-/Ausgabe-Kontrolle, Algorithmenentwurf für Spielphysik) können dann in eigenen Programmierprojekten eingesetzt werden. Kenntnisse in Computerprogrammierung sind nicht erforderlich, sondern werden während der Konsultationsstunden vermittelt. Die notwendige Literatur sowie Computer werden vom Institut bereitgestellt. Bemerkung: Für einen Projektschein muss ein selbst geschriebenes Assemblerprogramm erstellt und in einem Projektbericht (BA: 10-15 Seiten, MA: max. 10 Seiten) medienwissenschaftlich reflektiert werden. Prüfung: Projektbericht
 
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BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Tutorium Medientheater

Veranstaltungsnummer: 53533
Leistungspunkte: 0
Lehrende/r: Walter Schilling
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Tutorium ergänzt die beiden Projektseminare des Medientheaters von Herrn Dr. Leitner (53530, »Konzept Medientheater«) und Frau Dr. Leeker (53531, »Be-in! und Be-happy!«), die in diesem Semester eine gemeinsame Aufführung planen. Um sich hierfür besser vernetzen und austauschen zu können, bietet das Tutorium ein Forum für alle Studierende.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt.


Be-in! und Be-happy!. Speculation-Lab zur Faszinationsgeschichte digitaler Kulturen

Veranstaltungsnummer: 53531
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: PD Dr. Martina Leeker
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Theater und Performance mit digitalen Technologien und Medien haben seit den 1960er Jahren einen großen Anteil daran, digitale Kulturen mit einer Faszinationsgeschichte zu versehen. In dieser werden zum einen technische Dinge zu Ko-Agierenden. Zum anderen kommt es durch Anleihen bei spiritistischen Traditionen oder durch drogenlastige Techno-Partys in der amerikanischen Counterculture zu Nobilitierungen von Technologie. Sie sollen nicht nur die Fehleranfälligkeit und Begrenztheit des Technischen verdecken, sondern auch das Bewusstsein des Menschen erweitern und so die bürgerlich-rationalistische Welt aus den Angeln heben und verbessern können. In zeitgenössischen digitalen Kulturen werden in Theater und Performance diese Narrative fortgesetzt und zu einer posthumanen Existenz und Gesellschaft geführt. Im Projektseminar wird diese Geschichte rekonstruiert und im Hinblick auf die Anerkennung der zum Totalen tendierenden Konnektivität digitaler Kulturen analysiert. Auf dieser Grundlage entsteht ein praktisches Projekt in Form einer performativen Ausstellung/eines Lab, in dem der Imperative zum fröhlichen Be-in so angepriesen wird, dass dessen gouvernementalen Aspekte von Besucher_innen entdeckt und reflektiert werden können.
 
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BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Konzept Medientheater

Veranstaltungsnummer: 53530
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Medientheater am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft kann und soll von den Studierenden als Labor für medienkünstlerische Performances genutzt werden. Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, in einem Theater Medien zum Thema zu machen? Und wie lassen sich diese Möglichkeiten realisieren, wenn das Medientheater auch im Wintersemester — wie bereits im zurückliegenden Sommersemester — in den virtuellen Raum des WWW verlegt werden muss? Im Rahmen des Seminars werden Ansätze hierzu diskutiert. Ausgangspunkt hierfür sollen in diesem Semester theoretische (medienwissenschaftliche und kulturphilosophische) Texte sein, die als Material etwa für szenische Lesungen oder Klanginstallationen genutzt werden. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Teilnehmer_innen eigene medienkünstlerische Projekte, die entweder live im Medientheater oder online gezeigt werden. (Die Präsentationsform hängt vom Stand der Pandemie ab — ebenso wie der Modus der wöchentlichen Seminartreffen, die entweder im Medientheater oder als Zoom-Konferenz stattfinden.) Die Teilnehmer_innen sollten ausreichend Zeit für die eigenständige Projektarbeit einplanen! Es wird ihnen daher empfohlen, auch das begleitende »Tutorium Medientheater« (53533), Leitung: Walter Schilling, zu besuchen, montags von 10 bis 12 Uhr. Es bietet ein Forum, um sich für die vertiefte Arbeit an den Projekten zu vernetzen. Bemerkung: NB: Alle Seminarteilnehmer_innen müssen in der ersten Sitzung anwesend sein. Ein über Agnes zugeteilter Seminarplatz geht bei unentschuldigter Abwesenheit in der ersten Sitzung verloren.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Dokumentarisches Erzählen in Radio und Podcast

Veranstaltungsnummer: 53524
Leistungspunkte: 5
Lehrende/r: Massimo Maio
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Mikrofone fangen die Wirklichkeit ein. Weltbewegendes und Subtiles, Gesellschaftliches und Persönliches, Eindeutiges und Verborgenes. Audio-Autor*innen sammeln Geräusche und Gespräche, Sprache und Gedanken. Sie ordnen, schneiden und gestalten. Sie erzählen Geschichten, lassen das Material für sich sprechen und mischen sich hörbar ein. Für Radio oder Podcast. Für eine lange Doku, ein kurzes Feature, eine ganze Serie. Ziel dieses Praxis-Seminars ist die Entwicklung und Umsetzung eigener Radio- und Podcast-Ideen. Der Fokus liegt vor allem auf den Schnittstellen zwischen künstlerischen, dokumentarischen, journalistischen und fiktiven Formaten. Alles, was auf dem weiten Feld zwischen Feature, Doku-Serie, Podcast-Reihe, Hörspiel und Klangkunst wachsen könnte. All das, was Lust am akustischen Einfangen, Gestalten und Erzählen hat. Arbeiten, die in diesem Seminar entstehen, können je nach Länge und Format im Rahmen des Campusradios couchFM ausgestrahlt werden (die Redaktion von couchFM behält sich eine Auswahl vor). Bemerkung: Voraussetzung: Eigene Idee für ein Radio- oder Podcastprojekt, das im Seminar konkretisiert und umgesetzt werden kann.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt. MA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul IX: Projektmodul" statt.


Modul IX - Praxismodul (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Modul X - Abschlussmodul (30 LP)

Arbeits- und Examenskolloquium Digitalität, Materialität und Produktivität

Veranstaltungsnummer: 53523
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Shintaro Miyazaki
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Vorlesung / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Examenskolloquium zur Vorbereitung und Begleitung von Masterarbeiten, Dissertationen und allem, was danach kommt und Arbeitskolloquium für fortgeschrittene Studierende. Darüber hinaus dient das Kolloquium für die Diskussion von Forschungsberichten aus dem Lehrgebiet "digitale Medien" und der gemeinsamen kritischen Lektüre relevanter Texte ("Oberseminar"). Montags, 15-17 Uhr online.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
Anmeldung per EMail


“Medien, die wir meinen” – Kolloquium zu Medienbegriffen aus technomathematischer und epistemologischer Sicht

Veranstaltungsnummer: 53508
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Wolfgang Ernst
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Medienwissenschaft hat einen blinden Fleck der Selbstbeobachtung: den Begriff der "Medien" selbst. Unter Medien, die wir hier meinen werden dezidierte technologische Medien verstanden. Im Kolloquium kommen verschiedene Verständnisse von Medien und ihre disziplinären Ausdifferenzierungen zur Sprache. Ferner dient das Kolloquium Forschungsberichten aus dem Lehrgebiet Medientheorien, der gemeinsamen kritischen Lektüre relevanter Texte ("Oberseminar") sowie der Diskussion von Examensarbeiten. Literatur: Alexander Roesler / Bernd Stiegler (Hg.), Grundbegriffe der Medientheorie, Paderborn (Fink) 2005; ders. / Stefan Münker (Hg.), Was ist ein Medium, Frankfurt / M. (Suhrkamp) 2008; Diskussionsangebot: Wolfgang Ernst, Medienwissen(schaft), zeitkritisch. Ein Programm aus der Sophienstraße. Antrittsvorlesung v. 21. Oktober 2003, publiziert in der Reihe: Öffentliche Vorlesungen, hg. v. Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 2004 (http://edoc.hu-berlin.de/humboldt-vl/ernst-wolfgang-2003-10-21/PDF/Ernst.pdf) Bemerkung: Um die digitale Lehre für diese Veranstaltung zu sichern, bitte wir um die Anmeldung online! Die Bekanntmachung der wöchentlichen Themen, Texte und Referenten erfolgt durch die Mailingliste „Sendungen“ (Eintrag unter www.medienwissenschaft.hu-berlin.de, Lehrgebiet Medientheorien)
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung


Examenskolloquium Mediendramaturgie

Veranstaltungsnummer: 53518
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Dr. Florian Leitner
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Medienwissenschaft im Allgemeinen beschäftigt sich mit der wechselseitigen Abhängigkeit von Information und Medium, v.a. im Hinblick auf technische Medien. Aus dieser Perspektive nimmt auch die Mediendramaturgie, als Teilbereich der Medienwissenschaft, ihre Gegenstände in den Blick. Dabei fokussiert sie auf eine ganz bestimme Art von Medien-/Informationsprozessen — nämlich auf solche, die fiktionale Handlungen zum Inhalt haben. In dem Kolloquium werden mediendramaturgische Theorien und Methoden besprochen, aktuelle Forschungspositionen vorgestellt und Examensarbeiten diskutiert.
 
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Examenskolloquium

Veranstaltungsnummer: 53503
Leistungspunkte: 3
Lehrende/r: Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Kommentar: Examenskolloquium zur Vorbereitung und Begleitung von Masterarbeiten, Dissertationen und allem, was danach kommt. Bemerkung: Erbeten wird eine vorherige Bewerbung/Anmeldung per Email: . Prüfung: Verteidigung
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
Anmeldung per EMail


Modul XI - Perspektiven der Medienwissenschaft (10 LP)

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --

 

Tutorien

Tutorium Medientheater

Veranstaltungsnummer: 53533
Leistungspunkte: 0
Lehrende/r: Walter Schilling
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Tutorium ergänzt die beiden Projektseminare des Medientheaters von Herrn Dr. Leitner (53530, »Konzept Medientheater«) und Frau Dr. Leeker (53531, »Be-in! und Be-happy!«), die in diesem Semester eine gemeinsame Aufführung planen. Um sich hierfür besser vernetzen und austauschen zu können, bietet das Tutorium ein Forum für alle Studierende.
 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
BA: In der Studienordnung von 2014 findet diese Veranstaltung im Modul "Modul VI: Projektmodul" statt.


Studentischer Arbeitskreis: Grundlagen der Medienwissenschaft

Veranstaltungsnummer: 53520
Leistungspunkte: 0
Lehrende/r: Walter Schilling
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: Tutorium / Veranstaltungsart: Digitalveranstaltung
 
Das Tutorium dient vor allem als Ort, an dem sich Studierende des ersten Semesters der Medienwissenschaft kennenlernen und gleichzeitig Studieninhalte reflektieren und diskutieren können. Auf wichtige Theorien wird hier noch mal vertieft eingegangen und so eine Brücke geschlagen zwischen den Einführungsseminaren zu Medientheorien, Mediendramaturgie und medienwissenschaftliches Arbeiten.
 
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Wissenschaftliches Schreiben: Das Verfassen einer Hausarbeit

Veranstaltungsnummer: 53534
Leistungspunkte: 0
Lehrende/r: Walter Schilling
Sprache: Deutsch / Veranstaltungstyp: / Veranstaltungsart:
 

 
Weitere Informationen und/oder Anmeldung
Bachelor - Tutorium


Weitere Lehrveranstaltungen

-- Keine Lehrveranstaltung in diesem Semester --