Digitale Medien

Digitale Medien, insbesondere jene, die Signale prozessieren und berechnen, bilden die Infrastruktur der heutigen planetarischen Info- und Technosphäre. Ihr Einfluss auf soziale, politische, ethische, kulturelle, ökonomische, ökologische, ästhetische, pädagogische und wissenschaftliche Vorgänge ist enorm. Das grundsätzliche Verständnis der ihnen zugrundeliegenden, technomathematischen Produktion von Wissen und Macht gehört daher zu den zentralen Anliegen der Medienwissenschaft. Im Schwerpunkt „Digitale Medien” werden die Kenntnisse über die Funktionsweisen digitaler Systeme und ihre Digitalität in Hinblick auf ihre Hard-, Soft- und Wetware gewonnen und vertieft. Methoden der Informatik, Elektronik/Mikroelektronik und der Programmierung werden in der für das Verständnis digitaler Medienprozesse notwendigen Breite vorgestellt und mit anderen medienwissenschaftlichen Ansätzen verschränkt. Die ästhetische und (algo)rhythmische Zeitigung der Digitalität durch die Materialität, Produktivität und Operativität von Algorithmen, Formaten, Maschinen, Schaltkreisen und Netzwerken im Zusammenspiel mit Körpern, Artefakten, Umwelten und Situationen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Darüber hinaus befasst sich der Schwerpunkt auch mit alternativen Nutzungsstrategien und Entwicklungspotentialen digitaler Medien.

Der Forschungs- und Lehrbereich „Digitale Medien“ des Fachgebiets Medienwissenschaft der HU Berlin wird ab dem WS 2020/21 durch eine weitere Juniorprofessur für Digitale Medien/Computing unterstützt.
Dr. Shintaro Miyazaki
hat den Ruf auf die Juniorprofessur für Digitale Medien/Computation angenommen. Er wird die Professur zum Wintersemester 2020/21 antreten.