Digitale Medien

Digitale Medien, insbesondere jene, die Signale prozessieren und berechnen, bilden die Infrastruktur der heutigen planetarischen Info- und Technosphäre. Ihr Einfluss auf soziale, politische, ethische, kulturelle, ökonomische, ökologische, ästhetische, pädagogische und wissenschaftliche Vorgänge ist enorm und muss deshalb kritisch untersucht werden. Das grundsätzliche Verständnis der ihnen zugrundeliegenden, technomathematischen Produktion von Wissen und Macht gehört daher zu den zentralen Anliegen der Medienwissenschaft. Im Schwerpunkt „Digitale Medien” werden die Kenntnisse über die Funktionsweisen digitaler Systeme und ihre Digitalität in Hinblick auf ihre Hard-, Soft- und Wetware KRITISCH gewonnen und vertieft. Methoden der Informatik, Elektronik/Mikroelektronik und der Programmierung werden in der für das Verständnis digitaler Medienprozesse notwendigen Breite vorgestellt und mit anderen medienwissenschaftlichen Ansätzen verschränkt. Die ästhetische und (algo)rhythmische Zeitigung der Digitalität durch die Materialität, Produktivität und Operativität von Algorithmen, Formaten, Maschinen, Schaltkreisen und Netzwerken im Zusammenspiel mit Körpern, Artefakten, Umwelten und Situationen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Darüber hinaus befasst sich der Schwerpunkt auch mit alternativen Nutzungsstrategien, Entwicklungspotentialen digitaler Medien, mit Commoning, mit der Kritik am digitalen Kapitalismus oder mit der digitalen Transformation etwa durch die Smart City oder durch Web3.


Der Forschungs- und Lehrbereich „Digitale Medien“ des Fachgebiets Medienwissenschaft der HU Berlin wird durch die Juniorprofessur für digitale Medien und Computation organisiert.

Juniorprofessor

Prof. Dr. Shintaro Miyazaki

Studentische Mitarbeiter:innen

Wendy Zou, B.A.
Lara Zoe Hube (FLOSS-Werkstatt), ehemals

Lehrbeauftragte

Dr. Jasmine Guffond (SS 2022); Dr. Özgün Eylül İşcen (WS 2022/23)