Signallabor

Alle Geräte müssen funktionieren oder durch Reparatur in Funktion gesetzt werden. Der medienepistemologische und -archäologische Erkenntniswert eines Computers stellt sich nämlich erst zur Laufzeit ein; die Hardware selbst wirft, kontextlos betrachtet, keine medienwissenschaftlichen Fragen auf. Sie wird vielmehr erst im operativen Zustand (z. B. konfrontiert mit neuester Peripherie oder durch die je unterschiedliche Realisation eines maschinennah formulierten Programmierproblems) zum Medium und damit für medienwissenschaftliche Fragen zugänglich. Weil sich nun jede Plattform, vom Computer über Spielkonsolen bis hin zum Messinstrument, durch ihren Aufbau von scheinbar “ähnlichen” Geräten doch ganz wesentlich unterscheidet, ergeben sich auch ganz unterschiedliche Untersuchungsfragen und -aspekte. Darum ist es für eine möglichst umfassende Untersuchung von Computern nötig, so viele verschiedene Exemplare wie möglich zu versammeln. Dass vor allem frühe Mikrocomputer einen verhältnismäßig einfachen Aufbau besitzen, macht sie nicht nur für die medienwissenschaftliche Didaktik interessant, sondern hilft auch, die Sammlung historisch und systematisch zu begrenzen.


In einem Gespräch stellt Kurator Dr. Stefan Höltgen die Theorie und Praxis der Computerarchäologie (➥ Video) ausführlich dar.


Ort

Raum 2.26 (2. Etage) in der Georgenstraße 47

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 10:00-16:00 Uhr
mit Voranmeldung in der Vorlesungszeit sowie ausschließlich nach Absprache während der vorlesungsfreien Zeit

Ansprechpartner

Dr. Dr. Stefan Höltgen und Thomas Fecker